Alle Jahre wieder: Weihnachten steht nun wieder vor der Tür. Für viele Beschäftigte beginnt damit auch der letzte Urlaub des Jahres. Die meisten freuen sich darauf, abschalten zu können und die Zeit mit der Familie störungsfrei zu genießen. Doch eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt: Während 71 Prozent der deutschen Arbeitnehmer an Weihnachten frei haben, bleiben vier von zehn (43 Prozent) noch immer dienstlich erreichbar. Das sorgt auch über die Feiertage für ein anhaltend hohes Stresslevel, auch wenn diese Zahl in den vergangenen Jahren abgenommen hat.
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Wenn der Chef an Weihnachten textet
Vor allem schriftlich bleiben die meisten Berufstätigen auch im Weihnachtsurlaub erreichbar. 42 Prozent der Arbeitnehmer lesen auch während der Weihnachtsferien dienstliche Nachrichten – meist über SMS oder WhatsApp. Weitere 40 Prozent checken zudem ihr berufliches E-Mail-Postfach. 38 Prozent würden sogar an ihr Telefon gehen, wenn Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden anrufen. Deutlich weniger erklären sich allerdings zu Videotelefonaten bereit (14 Prozent) und auch Nachrichten über Tools wie Microsoft Teams oder Slack werden seltener beantwortet (12 Prozent).
Auffällig: Frauen fühlen sich offenbar häufiger verantwortlich – während hier 48 Prozent auf berufliche Nachrichten antworten würden, sind es bei Männern lediglich 38 Prozent. Experten sehen die hohe Bereitschaft, auch während des Urlaubs auf Anfragen zu reagieren, kritisch. So betont etwa Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder, wie wichtig Auszeiten für Arbeitnehmer seien. „Urlaub soll der Erholung dienen – ständige Erreichbarkeit verhindert das“, so Rohleder.
Deutsche Arbeitnehmer zunehmend gestresst
Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH zufolge fühlt sich etwa die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer (52 Prozent) ohnehin schon zunehmend gestresst. 55 Prozent der Befragten gaben an, sich bei Belastung erschöpft oder ausgebrannt zu fühlen – dabei berichteten 27 Prozent sogar von depressiven Symptomen in stressigen Phasen. Besonders gefährdet seien laut Experten vor allem Arbeitnehmer mit ausgeprägtem Perfektionismus und einem hohen Leistungsanspruch. Arbeitgeber müssen darauf achten, ihre Arbeitnehmer nicht ausbrennen zu lassen – das kann mitunter zum sogenannten „Quiet Quitting“ führen. Wer sich immer hilfsbereit zeigt und häufig mehr Verantwortung als andere übernimmt, riskiert, sich zu überarbeiten.
Trend ist rückläufig – doch Burnout-Tage steigen
Die gute Nachricht: Insgesamt ist der Trend eher rückläufig. Über die Jahre hat die Anzahl der Arbeitnehmer, die auch an Weihnachten erreichbar bleiben, abgenommen. Vergleicht man die Zahlen, so zeigt sich: Vor der Corona-Pandemie lag der Anteil derjenigen Berufstätigen, die auch an den Weihnachtsfeiertagen erreichbar blieben, noch bei 71 Prozent – ein signifikanter Unterschied zum diesjährigen Ergebnis der Befragung. Auch seit 2024 hat die Zahl weiter abgenommen – vor einem Jahr lag sie bei 50 Prozent.
Das ändert am empfundenen Stresslevel allerdings eher wenig. So wertete die KKH etwa Daten ihrer Versicherten aus und stellte dabei fest, dass die Anzahl der krankheitsbedingten Fehltage aufgrund von Burnout zwischen 2019 und 2024 gestiegen ist. Somit entfielen im vergangenen Jahr 107,3 Fehltage je 1.000 ganzjährig versicherte Arbeitnehmer auf Burnout-Fälle. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 80,7 Tage je 1.000 Arbeitnehmer.
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