Deutsche Industriekultur baut ab

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Deutsche Industriekultur baut ab

Deutsche Industriekultur baut abDie deutsche Industrie entwickelt sich seit Januar erstmals seit 2014 rückläufig.

Indikator des Wachstums ist der Einkaufsmanagerindex. Dieser fiel von 51,5 Punkten auf 49,9 Punkte. Die 50-Prozent-Marke gilt als Schwelle: Eine Punktzahl über 50 zeigt Wachstum an. Damit ist der Rückgang stärker als von Experten erwartet. Diese hatten einen minimalen Einbruch von 0,2 Punkten und somit einen Wert von 51,3 prognostiziert.

Wieso geht der Wachstumswert zurück?

  • Sinkende Auftragslage
  • Schwache Automobilindustrie

Die Auftragslage sei laut einer monatlichen Umfrage unter mehreren Hundert Teilnehmern so schwach wie seit 2012 nicht mehr. Der Experte des IHS-Markit-Instituts Phil Smith sieht folgende Gründe:

„Die Krise im Automobilsektor und die nachlassende Nachfrage aus China gaben dafür nach einhelliger Meinung eines Großteils der Befragten den Ausschlag.“

Was machen andere Branchen?

In der Dienstleistungsbranche sieht es besser aus. Das Barometer stieg hier deutlich auf 53,1 Punkte an und verbesserte sich somit um den Wert 1,3. Der Grund hierfür:

„Die Dienstleister bekamen aber den höheren Lohndruck zu spüren, der sich nicht nur im Anstieg der Gesamtkosten niederschlug, sondern auch die Angebotspreise in die Höhe trieb.“

Paul Smith

Für die Industrie- und die Dienstleistungsbranche gibt es auch einen gemeinsamen Einkaufsmanagerindex. Dieser lag demnach bei 52,1 Punkten und verbesserte sich um 0,5 Punkte. Dennoch ist das der schwächste Wert seit vier Jahren.

EXTRA: Deutsches BIP: Schwächstes Wirtschaftswachstum seit 2013

Negative Prognose des IWF

Der Internationale Währungsfonds hat erst kürzlich Deutschland ein schwaches Wirtschaftswachstum vorausgesagt. Die größten Risiken für die Wirtschaft in Deutschland und weltweit:

  • die anhaltenden Brexit-Unsicherheiten
  • der Haushaltsstreit der USA
  • die Schuldensituation Italiens

EXTRA: Negative Prognose für die Weltwirtschaft

Quelle: Reuters

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