Weltweiter Anstieg von Firmenpleiten: Zwei von drei Ländern betroffen

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Weltweit mehr Firmenpleiten erwartet: Zwei von drei Ländern betroffen

Weltweit mehr Firmenpleiten erwartet: Zwei von drei Ländern betroffen

Schon das dritte Jahr in Folge wird mit einem Anstieg der weltweiten Firmenpleiten gerechnet. Wie aus einer Insolvenzstudie des Kreditversicherers Euler Hermes hervorgeht, dürfte die Zahl um sechs Prozent zunehmen.

Weltweite Konjunktur schwächelt

Betroffen sind demnach zwei von drei Ländern, in denen mit einem Anstieg zu rechnen ist.

„Das zeigt: Die fetten Jahre sind vorbei, die weltweite Konjunktur schwächelt.“

Ludovic Subran

Das Problem laut dem Chefvolkswirt der Allianz-Tochter: “Viele Länder wachsen langsamer als es notwendig wäre, um die Insolvenzen stabil zu halten.“

Pleitewelle rollt auf China zu

Für das kommende Jahr wird in China ein Anstieg der Insolvenzfälle um 20 Prozent voraus gesagt. Im Jahr 2018 wurde bereits eine Zunahme von rund 60 Prozent verzeichnet. Als Gründe dafür sieht Subran unter anderem das Ende des leichten Geldes, eine historisch hohe Verschuldung von Unternehmen und neue Insolvenzregeln. Oder wie das Beispiel China zeigt:

Hier existiert eine wesentlich größere Bereitschaft, Insolvenzverfahren auch anzuwenden.

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Westeuropa: Anstieg um drei Prozent

Besonders Großbritannien muss wegen der anhaltenden Brexit-Unsicherheit, mit einem Anstieg von Firmenpleiten rechnen. Aber auch Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien sind betroffen. In Deutschland, den Niederlanden und den USA wird mit einer Stagnation gerechnet. Ludovic Subran betont:

„Zudem gibt es eine ‚Extraportion‘ Insolvenzen in den Ländern, in denen in den letzten Jahren Neugründungen stark angestiegen sind.“

Denn gerade viele dieser jungen Firmen schaffen es nicht. Hauptproblem ist, dass in den meisten Ländern und Unternehmen die Nachfrage und das Wachstum nicht ausreichen, um die Kosten für Produktion und Finanzierung zu decken oder Investitionen im Zuge eines Strukturwandels zu stemmen.

Quelle: Reuters

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