In 7 Schritten zum Twitter-Profi

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Der Kurznachrichtendienst Twitter wächst stetig weiter. Blitzschnell und bequem werden interessante Neuigkeiten weitergeleitet. Auch Suchmaschinen zeigen inzwischen Tweets an, also ist die Plattform für das Ranking relevant.

Wer als Unternehmen den Kontakt zum Markt behalten will, sollte eine eigene Strategie für den Umgang mit Twitter entwickeln. Denn die Nutzer sind längst aktiv in dieser Einfachvariante des Social Web. Damit beginnen die nur 280 Zeichen langen Nachrichten auch für Unternehmen relevant zu werden. Für Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb und Kundenservice kann das neue Medium gut eingesetzt werden. Hier findest du die wichtigsten Schritte zur eigenen Twitter-Strategie:

  1. Twitter: Den eigenen Namen sichern
  2. Das Umfeld beobachten
  3. Ziel definieren
  4. Twitter: Zielgruppen definieren
  5. Inhalte finden
  6. Absender festlegen
  7. Twitter: Aufwand abschätzen

Twitter: Den eigenen Namen sichern

Wer im Web zu spät ist, dessen Domainname ist vergeben.

Die Domainregistrierung ist jedoch eine Hürde. Bei Twitter lässt sich ein Name mit wenigen Mausklicks reservieren: Vier Formularfelder ausfüllen – fertig. Also gleich den Unternehmensnamen registrieren.

Das Umfeld beobachten

Nun beobachte, wie andere Unternehmen Twitter für sich nutzen. Leg dir – wenn du möchtest mittels eines Pseudonyms – ein Twitterkonto an, mit dem du den für dich relevanten Unternehmen und Personen folgst. Du kannst später deinen Namen immer noch ändern, oder ein neues Profil anlegen. Für jedes neue Profil benötigest du eine eigene E-Mail-Adresse.

Niemand zwingt dich übrigens, selbst zu twittern. Wer was zu welchem Thema twittert, siehst du, wenn du unter search.twitter.com nach einem Stichwort suchst. Mach dir nun ein Bild davon, was du selbst twittern kannst.

Welche Dinge könnten deine Follower interessieren?

Willst du reine Informationen versenden, oder den direkten Dialog suchen? In jedem Fall solltest du beobachten, was über dein eigenes Unternehmen getwittert wird.

Ziel definieren

Was willst du damit bezwecken, dass du auf Twitter aktiv bist? Willst du einfach nur dabei sein, oder deine Reichweite erhöhen? Willst du neue Kunden gewinnen oder mit bestehenden ins Gespräch kommen? Willst du Twitter als Vertriebskanal nutzen oder willst du deine Zielgruppe besser verstehen lernen?

Dell gelang es, für sein Outlet einen Fanclub aufzubauen. Die Telekom wickelt ihren Kundenservice über Twitter ab. Otto versucht, seine Kunden besser zu verstehen. Zumindest Marktforschung solltest du in jedem Fall betreiben.

In den USA twittern viele Kunden, wenn sie eine Frage oder einen Kommentar zu einem Unternehmen haben.

Twitter: Zielgruppen definieren

Wer wird deine Einträge lesen? Sind es Kunden oder Interessenten? Gibt es in deiner Zielgruppe überhaupt Menschen, die Twitter nutzen? Oder sind es nicht etwa einige wenige Multiplikatoren, die es für dich interessant machen, in Twitter aktiv zu werden. Journalisten nutzen Twitter heute sehr stark als Rechercheinstrument.

Interessante Twittereinträge werden oft auch in Suchmaschinen angezeigt. Die reine Followerzahl ist nicht wichtig. Entscheidend ist, wie viele Multiplikatoren darunter sind. Erfolgreich bist du, wenn deine Einträge von den richtigen Menschen gelesen und weitergeleitet (retweetet) werden.

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Inhalte finden

Wenn du nichts zu erzählen hast, kommen keine Leser.

Relevanz ist wie bei einem E-Mail-Newsletter auch bei Twitter oberstes Gebot. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Produkt- und Sonderangebote à la Dell oder Lidl
  • News aus der Branche oder aus deinem Unternehmen
  • Verweise auf interessante Webseiten und Blogeinträge
  • Fachliche Gedanken, die dich persönlich beschäftigen
  • Einblicke in deine privaten Aktivitäten

Sicher schafft es Vertrauen, wenn man Mitarbeiter auch einmal als Menschen kennenlernt. Aber kann ein deutsches Unternehmen mit solch unkontrollierbarer Unternehmenskommunikation umgehen? In jedem Fall empfiehlt sich ein Redaktionskonzept, das klar definiert, wer wie über was twittern darf. Sobald du ein klares Ziel und ein Inhaltskonzept hast, kann es losgehen. Mehrmals in der Woche oder sogar mehrmals täglich versorgst du deine Follower mit Informationen.

Du kannst auch diskutieren. Schau regelmäßig nach, ob dir jemand antwortet. Du kannst auch selbst antworten, indem du „Antworten“ drückst oder einen Eintrag mit dem Namen des Adressaten beginnst und ein @ davor setzen. Auch kannst du interessante Beiträge anderer an deine eigenen Follower weiterleiten. Dazu drücke auf „Retweet“ oder setze noch ein „RT“ vor das @.

Absender festlegen

Wer soll bei dir eigentlich twittern? Fünf Optionen stehen zur Auswahl:

  • Du hast als Unternehmen einen einzigen Twitterfeed
  • Du betreibst mehrere Feeds, z.B. für Presse, Bewerber oder als Servicekanal
  • Du bist anonym nur unter dem Unternehmensnamen ohne Nennung von Personen
  • Du zeigst in deinem Unternehmensfeed, welche Personen dort twittern
  • Du twitterst nicht mit Unternehmenslogo, sondern mit deinem Namen und Foto, sagst aber ganz klar, für welches Unternehmen du arbeitest.

Twitter: Aufwand abschätzen

Wie viel Aufwand ist dir Twitter wert? Willst du wirklich zehnmal täglich etwas schreiben? Willst und kannst du auf alle Anfragen antworten? Twitter ist als Instrument sicher wenig sinnvoll, wenn wochenlang Funkstille herrscht. Erläutere dein Konzept in der „Biografie“, die auf der Seite angezeigt wird.

Der größte Aufwand entsteht durch das Eingehen auf Menschen, die den Dialog suchen. Immer mehr Unternehmen leisten es sich, in diesen Dialog einzusteigen. Der Erfolg ist weniger eine direkte Umsatzsteigerung als vielmehr der Imagegewinn des Unternehmens. Hier eine Auswahl an hilfreichen Twitter-Werkzeugen:

10 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung, die ich gern weitergebe!

    Übrigens suche ich Mitblogger aus der Marketing- und Kommunikationswelt auf e-swot.com

    Maximalen Jahresenderfolg und sonnige Grüße
    Tanja Falge

  2. Interessante Zusammenfassung, die ich nur bestätigen kann. Twitter funktioniert meiner Meinung nach am besten, wenn man es nicht als reines Marketing- und Akquisetool (miss-)versteht. Twitter ist für mich eine Erweiterung meines Kommunikationsangebots. Er senkt die Hemmschwelle für Interessenten. Und das bedeutet auch, man muss Twitter intelligent mit anderen Medien verknüpfen: dem eigenen Blog, der Xing-Präsenz etc. Bei der Gelegenheit darf ich meinen Twitter-Guide auch noch mal ins Spiel bringen, der für absolute Twitter-Newbies geschrieben wurde.

  3. Ein paar gute Hinweise. Ein Special zum Thema Twitter hat auch der TVG Verlag publiziert. Wer sich also dafür interessiert… tvg-verlag.de/datenanlieferung-telefonbucheintrag-telefonbuch-bestellen/themenspecial-twitter.html

  4. Der Artikel ist sehr informativ und hilfreich. Wir wussten bisher nicht, dass Twitter sich inzwischen zu solch einem starken Marketingtool entwickelt hat.

    Vielen Dank.

  5. vielen Dank für den Artikel. Wir stellen tageweise den Aufbau von Messeständen und deren Fortschritte in Twitter ein, mit großem Erfolg.

    Das schafft Vertrauen und gibt dem Besucher mehr Einblicke in die Zusammenhänge von Messebeteiligungen.

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