Weil eine erfolgreiche Kundengewinnung durch Newsletter aktuell eine große Herausforderung darstellt, müssen Händler und Dienstleister beim E-Mail-Marketing auf die entscheidenden Kennzahlen achten. Neben der Beschwerderate und der Abmelderate bleiben zugleich die Zustellrate sowie die Öffnungsrate beachtenswert. Außerdem sind verschiedene Klickraten und die Conversion Rate besonders relevant.

Beschwerderate als Anhaltspunkt für ernsthafte Probleme

Die Beschwerderate ist ein wichtiger Anhaltspunkt, wenn der Erfolg des E-Mail-Marketings ausbleibt. Denn diese Kennzahl verdeutlicht, wie häufig ein Newsletter von den Empfängern als Spam gekennzeichnet wurde. Wenn darunter die Reputation des Absenders leidet, ist sogar die Zustellbarkeit der Nachrichten gefährdet. Im Extremfall werden Unternehmen auf die Blacklist eines Providers gesetzt. Dann kommt es gar nicht mehr zur Zustellung der Mails. Sobald die Beschwerderate über 0,5 Prozent liegt, sollten Marketing-Experten die Ursachen der Schwierigkeiten analysieren und Verbesserungen anregen.

Abmelderate mit Hinweisen auf verlorenes Interesse der Empfänger

Durch die Abmelderate erkennen Marketingabteilungen, welcher Anteil der Empfänger sich abmeldet und wegen des verlorenen Interesses dementsprechend keinen Newsletter mehr empfangen will. Hierfür setzen Experten die Zustellungsmenge in das entsprechende Verhältnis zu den Abmeldungen. Sobald die Abmelderate 1 Prozent übertrifft, sollten die E-Mail-Marketingstrategien angepasst werden. Rückmeldungen über ein Formular können hierzu beim Abmeldeprozess nützliche Anhaltspunkte liefern. Wer besonders effektive Softwares für das E-Mail-Marketing auswählt, kann damit die Rate mit Analysefunktionen auswerten und daraufhin durch Personalisierungsfunktionen mögliche Ursachen für Abmeldungen beseitigen.

Zustellrate und Öffnungsrate mit möglichen Anzeichen für Empfangsprobleme

Mit der Zustellrate bemerken Unternehmen, welcher Anteil der Mails wirklich zugestellt wird. Somit sind potenzielle Zustellprobleme erkennbar, falls Newsletter viele mögliche Kunden sowie Auftraggeber gar nicht erreichen. Eine Zustellrate unter 96 Prozent deutet auf eventuelle Fehler hin und spricht dafür, beim E-Mail-Marketing die Nachrichten besonders sorgfältig zu prüfen. Wenn es zu selten zur Zustellung kommt, stufen verwendete Filter die Mails in zahlreichen Fällen als Spam ein. Neben den Inhalten der Texte können dafür unter anderem Versandserver mit einer schlechten Reputation verantwortlich sein.

Durch die Öffnungsrate sehen Marketing-Experten das Verhältnis zwischen der Anzahl von zugestellten E-Mails und Öffnungen. Diese Kennzahl spielt eine zentrale Rolle, weil E-Mail-Vermarkter schnell überzeugen müssen. In den meisten Branchen sollte die Öffnungsrate mindestens 20 Prozent erreichen. Falls ein geringerer Anteil geöffnet wird, ignorieren und löschen zu viele Verbraucher den Newsletter.

Unterschiedliche Klickraten und die maßgebliche Conversion Rate

Anhand verschiedener Klickraten erkennen Marketing-Experten, wie häufig Empfänger mit den Inhalten eines Newsletters interagieren und auf enthaltene Links klicken. Die folgenden Arten der Klickraten haben beim Marketing mit E-Mails eine große Bedeutung:

  • Gesamte Klickrate mit allen Klicks
  • Unique Klickrate mit ausschließlicher Berücksichtigung des ersten Klicks
  • Effektive Klickrate mit Verhältnis zwischen Klicks und geöffneten Mails

Durch die Conversion Rate wird deutlich, wie oft Newsletter-Kampagnen das gesetzte Ziel tatsächlich erreichen. Obwohl Firmen mit automatisierten Abläufen beim E-Mail-Marketing Zeit sparen, erfordert die richtige Interpretation einer derartigen maßgeblichen Kennzahl die Analyse durch Menschen mit branchenspezifischen Erfahrungen. Denn es hängt von der individuellen Branche ab, wie viele Bestellungen, Aufträge oder beispielsweise Downloads ausreichen.

Entscheidende Kennzahlen richtig einordnen

Die wichtigsten Kennzahlen ermöglichen Unternehmen eine gezielte Bewertung ihrer Newsletter-Kampagnen und zeigen zugleich konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf. Während Beschwerde-, Abmelde-, Zustell- und Öffnungsraten wertvolle Hinweise zur Optimierung des E-Mail-Marketings liefern, zeigen Klickraten, wie groß das tatsächliche Interesse der Empfänger an den Inhalten ist. Die Conversion Rate zeigt schließlich, ob das E-Mail-Marketing die gewünschten Ergebnisse erzielt. Entscheidend bleibt jedoch, die einzelnen Werte nicht isoliert zu betrachten, sondern sie im Zusammenhang mit der jeweiligen Branche, Zielgruppe und Kampagnenstrategie auszuwerten.

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