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Längst hat sich künstliche Intelligenz in vielen Bereichen zu einem nahezu unverzichtbaren Helfer entwickelt – auch in der Entwicklung von Strategien für Social Media ist KI nicht mehr wegzudenken. Doch häufig fallen die von den Tools generierten Texte und Strategien eher ziemlich mittelmäßig aus. Das führt dazu, dass man kostbare Zeit damit verbringen muss, auf gut Glück per Prompt oder händisch nachzuschärfen. Das ist nicht nur ineffektiv, sondern kann langfristig auch ziemlich auf die Nerven gehen. Nur: Wie kann man sich Content generieren lassen, der aus der mittelmäßigen Masse heraussticht? Wir zeigen dir, mit welchen Fehlern du deiner Social-Präsenz schadest.

Mehr spannende Inhalte rund um KI findest du am Ende dieses Beitrags.

Fehler Nr. 1: Zu viel auf einmal abfragen

Alle deine Wünsche für den zu generierenden Content in eine lange Prompt zu stecken, scheint auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein. So sollte die KI schließlich alles auf einmal erledigen können – oder? Nicht ganz: Wer der KI zu viel auf einmal abverlangt, erhält erstmal nur oberflächliche Antworten, die nur an der Oberfläche des eigentlich Möglichen kratzen. So bekommst du nur austauschbaren Content, der auf den einschlägigen Plattformen kaum Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. Ein Negativbeispiel:

Erstelle einen Post für Instagram, analysiere die Zielgruppe und schlage eine langfristige Strategie vor.“

Die Lösung ist, den Fokus zu verkleinern. Nimm dir am besten genau ein klares Ziel pro Prompt vor, das die Anforderungen der jeweiligen Plattform berücksichtigt. Das könnte beispielsweise für Instagram so aussehen:

Entwickle vier Varianten einer Caption für unseren nächsten Instagram-Post. Das Thema ist [X], angesprochen werden soll die Zielgruppe [Y]. Die Caption sollte maximal 90 Wörter enthalten und die Community mit einer Frage am Ende zum Engagement bewegen.“

Fehler Nr. 2: Der Kontext in der KI-Prompt fehlt

Fakt ist: Deine Anweisungen für die KI können noch so präzise sein, doch wenn der Kontext fehlt, scheitert die Prompt. Hintergrundinformationen zu Marke, Zielgruppe und Plattform sind entscheidend dafür, wie die KI an das Problem herangeht. Ohne sie befindet sich die KI praktisch im Blindflug – das führt zu Inhalten, die weder an Zielgruppe noch Plattform wirklich angepasst sind.

Um der KI ein prägnantes Kontext-Briefing zu geben, kannst du ganz einfach einen kleinen „Steckbrief“ wie diesen abarbeiten und dem Tool bereitstellen:

  • Marke / Produkt
  • Zielgruppe
  • Tonalität
  • Kampagnenziel
  • Plattform
  • Format (Reel, Story, Post etc.)
  • Plattformspezifische KPIs (Reichweite, Engagement)
  • Call-to-Action

Fehler Nr. 3: Originalität des Contents vernachlässigen

Im nächsten Schritt gilt es, der KI darzulegen, wie kreativ oder konservativ der Content gestaltet werden soll. Ohne konkrete Anweisungen findet die KI in diesem Punkt häufig nicht den richtigen Ton für Zielgruppe und Plattform – was beispielsweise auf Instagram funktioniert, muss nicht zwingend auch auf LinkedIn gut ankommen.

Daher ist es entscheidend, direkt im Prompt über das gewünschte Maß an Kreativität zu entscheiden. Mit bestimmten Adjektiven und Anweisungen kannst du dafür sorgen, dass die KI in die richtige Richtung gelotst wird. Adjektive wie „sachlich“, „faktenbasiert“ oder „professionell“ sorgen für etwas weniger kreative Antworten, während „spielerisch“, „humorvoll“ oder „unkonventionell“ für etwas verspieltere Antworten sorgen können.

Gut zu wissen: Einige Tools verfügen tatsächlich über einen Kreativitäts-Regler, der die Tonalität der Antworten reguliert. Dazu gehören unter anderem ChatGPT Playground, Google AI Studio, Jasper AI und Notion AI.

Fehler Nr. 4: Plattform und Format werden ignoriert

Wer sich lediglich einen „Text für einen Post“ von der KI für Social Media wünscht, wird schnell enttäuscht. Statt einer passenden, prägnanten Caption für dein neues Reel liefert die KI einfach einen lustlosen, langweilig-sachlichen Text, der auch aus einer Google AI Antwort stammen könnte. Wir merken: Jede Plattform hat eigene Anforderungen, jedes Format hat Nuancen.

Entsprechend hilft es, der KI exakte Vorgaben für das gewünschte Format zu machen. Diese sollten möglichst präzise sein und könnten beispielsweise so aussehen:

„Die Caption sollte maximal 200 Zeichen lang sein, es sollte ein Call-to-Action enthalten sein, höchstens ein Emoji pro Satz enthalten und eine Frage an die Community stellen, um sie einzubinden.“

Fehler Nr. 5: Der KI wird blind vertraut

Dieser Fehler wird immer wieder im Umgang mit KI gemacht – egal ob bei der Recherche für eine Präsentation, beim Erstellen von Slides für Instagram oder bei der Planung der Content-Strategie. Wer der KI einfach blind vertraut, riskiert damit nicht nur, Falschinformationen unbeabsichtigt weiterzuverbreiten. Auch könnten so ein falscher Markenton oder schlichtweg hölzern klingende und klar als KI-Inhalte erkennbare Texte durchrutschen.

Damit das nicht passiert, sollte im besten Fall ein Redaktions-Workflow für jeglichen KI-Content etabliert werden, bei dem die Inhalte auf Herz und Nieren geprüft werden. Das wichtigste ist, dass dabei stets ein Mensch die Kontrolle durchführt und diese nicht aus purer Bequemlichkeit ebenfalls an ein KI-Modell delegiert.

Extra-Tipp: Priming der KI mit einem Setting

Priming“ bezeichnet in der Psychologie eine „Grundierung“ des Denkens, bei der mit bestimmten Worten oder Bildern Reize gesetzt werden, welche die Reaktionen eines Menschen steuern. Das funktioniert auch bei der KI: Damit du der KI nicht jedes Mal aufs Neue alle Einzelheiten zu deiner Marke, der Zielgruppe oder der Tonalität erklären musst, kann es hilfreich sein, individuelle Anweisungen einzurichten, die bei jeder Prompt automatisch berücksichtigt werden. Wichtig sind unter anderem:

  • Rolle (bspw. Social Media Manager)
  • generelle No-Gos
  • wichtige Keywords
  • Informationen zum Unternehmen

Fazit: Während viele Social-Media-Plattformen mittlerweile selbst KI-Tools für Bildbearbeitung, Skriptgenerierung oder Kampagnenoptimierung in ihre Anwendungen integrieren, bleibt das Prompting immer noch eine Kunst für sich. Doch die häufigsten Fehler lassen sich mit einigen Kniffen leicht vermeiden – so kann jeder zum Marketing-Profi werden.

Du willst noch mehr über KI erfahren? Hier findest du noch mehr spannende Tipps und Tricks rund um den Umgang mit KI-Tools:

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