Mikrovideos: Wie du mit kurzen Videos eine große Wirkung erzielst

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Jobsuche: Digitale Bewerbung ist mehr als ein Lebenslauf mit Videoclip
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Es gibt eine Reihe gängiger Redewendungen über die Macht der „kleinen“ Dinge. „Klein aber fein“ oder „Kleinvieh macht auch Mist“ sind nur einige davon. Diese kleinen Dinge sind in unserem Fall kurze, 10–20 sekundenlange Mikrovideos, die dir beim Storytelling helfen. Auch für die Kundenbindung sind sie von enormer Bedeutung.

Dein Marketing und dein Kreativteam entwickeln ansprechende Texte und Videoinhalte, die die Aufmerksamkeit der Social-Media-NutzerInnen auf sich lenken. Sie entwerfen visuelle Elemente, die die Nutzer zum Verweilen auf deiner Website einladen.

Die Idee der Content-Optimierung ist etwas, das dein Marketingteam von Natur aus versteht.

Das Schreiben von SEO-freundlichen Texten, Linkbuilding zur Optimierung einer Kampagne, das Erstellen verschiedener Versionen und Formaten von Inhalten für „Web vs. Mobile“. Das sind alles Dinge, die während der Content-Erstellung durchdacht werden. Die Möglichkeit, das Kundenengagement für kurze Zeitspannen mit Mikrovideoclips zu stimulieren, sollte hier nicht fehlen.

Keine Zeit? Kurze Aufmerksamkeitsspanne? Mikrovideos sind die Lösung

Vor mehr als einem Jahrzehnt behauptete Dr. James McQuivey von Forrester, dass eine Minute Video das Äquivalent von 1,8 Millionen Wörtern ist. Egal, ob du mit dieser Zahl einverstanden bist oder nicht, es ist unbestritten, dass kurze Videos sehr effizient sind, wenn es darum geht, ein Publikum zu informieren. Ein Video, das auf die wichtigsten oder fesselndsten 10 bis 20 Sekunden des Gesamtinhalts reduziert wird, zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Es bringt die ZuschauerInnen dazu, die gewünschte Marketing-Aktion auszuführen, sei es eine E-Mail-Erfassung, ein Social Media Follow, ein Share oder ein Einkauf.

Mikrovideos sind so effektiv, weil sie die einzigartige Fähigkeit haben, uns in einem komprimierten Zeitrahmen zu begeistern und zu unterhalten.

Video-Momente die rocken – das musst du berücksichtigen

Keine Frage, Mikrovideos funktionieren. Sie über alle verfügbaren Verkaufs- und Engagement-Kanäle hinweg zur Verfügung zu stellen, kann schnell arbeitsintensiv werden. Je nach Plattform muss eine Überschrift oder eine begleitende Beschreibung hinzugefügt werden. Der Videoinhalt muss sowohl im Hoch- als auch im Querformat angepasst werden, um die Breite des Bildschirms auszufüllen und gleichzeitig das richtige Seitenverhältnis beizubehalten.

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Die Alternative wäre eine statische Größenanpassung. Aber diese zerstört leicht mal das Seitenlayout, verzerrt das Bild oder zeigt schwarze Balken auf beiden Seiten des Videoclips an. Dadurch verlieren deine Videos, trotz großartiger Inhalte, schnell den „Wow“-Faktor. Mit Mikrovideos hast du nur ein paar Sekunden Zeit, um das visuelle Erlebnis richtig zu gestalten, sonst scrollen die Leute vorbei oder surfen weiter.

Bei Mikrovideos haben kleine Anpassungen eine große Wirkung. Hier zwei kleine Tricks, mit denen du sicherstellst, das deine Mikrovideos rocken:

  1. Zuschneiden: Deine Mikrovideos sollten responsiv sein, damit sie sich auf die Eigenschaften der jeweils benutzen Endgeräte deiner BesucherInnen anpassen. Bei responsiven Videos, musst du dafür aber sicherstellen, dass die wichtigsten Elemente stets auf dem Bildschirm zu sehen sind, egal ob sie auf dem Smartphone oder auf dem Computer abgespielt werden. Hierfür gibt es Image und Video-Management Lösungen, die KI und Machine Learning Technologien nutzen, um dies dynamisch zu tun. Sie erstellen automatisch mehrere Varianten jedes Videos in verschiedenen Seitenverhältnissen und ersparen deinem Marketingteam viel Arbeit.
  2. Untertitel: Während die meisten YouTube-Videos mit eingeschaltetem Ton abgespielt werden, werden 85 Prozent der auf Facebook angesehenen Videoinhalte ohne Ton angesehen. Aus diesem Grund erstelle stets Untertitel für deine Mikrovideoinhalte. Untertitel haben auch den Vorteil, dass sie die Inhalte Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zugänglich machen.

Keine Ressourcen um Videos zu erstellen? Dann nutze doch einfach Bilder!

Für diejenigen, die nicht die Ressourcen haben, um Mikrovideos in großem Umfang zu erstellen, gibt es gute Nachrichten. Einige Bild- und Videomanagement-Tools ermöglichen es dir, vorhandene Bilder zu nutzen, um automatisch kurze Video-Slideshows zu erstellen, die sogar personalisierbar sind.

EXTRA: Videos erstellen leicht gemacht: 10 Tool-Tipps

Wenn deine KundInnen Produkte in ihrem Warenkorb liegen lassen, kannst du sie zum Beispiel mit einem gut gemachten Slideshow-Video an diese Artikel erinnern. Du kannst diese Slideshows auch mit Musik unterlegen oder automatisierte Transformationen wie Overlays für Promotions nutzen. Genauso kannst du Sonderaktionen mit einer kurzen Video-Slideshow hervorheben, ein tägliches Video von verschiedenen Produkten automatisch erstellen oder deine Schritt-für-Schritt-Rezeptbilder in ein Kochvideo verwandeln.

Die Anwendungsfälle für diese einfach zu erstellenden Kurzvideos sind endlos.

Kleine Dinge mit großer Wirkung

Wie oft hört man nicht den wohlmeinenden Rat, sich über Kleinigkeiten nicht den Kopf zu zerbrechen. Aber im Video-Marketing zahlt es sich wirklich aus, genau dies zu tun. In einer zunehmend digitalen Welt, in der wir immer mehr Zeit vor den Bildschirmen verbringen, steigt der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit. Mikrovideos können da einen großen Unterschied machen, wenn sie richtig ausgeführt und die kleinen Details beachtet werden. Wie sagte doch Galadriel zu Frodo?

Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern.

Juli Greenwood
Juli Greenwood ist Director of Global Communications bei Cloudinary und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen PR und Marketing. Vor Cloudinary leitete Juli ihre eigene integrierte Marketingberatung, wo sie erfolgreiche Marketingprogramme entwickelte und dabei alles von Branding und PR bis hin zu Content-Marketing und Events managte. Seitdem sie zu Beginn ihrer Karriere als Assistentin eines Fotografen gearbeitet hat, hat sie eine Leidenschaft dafür entwickelt, mit visuellen Inhalten Geschichten zu erzählen.

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