Dark Social: Alles, was du wissen musst

157
Dark Social: Alles, was du wissen musst

Dark Social: Alles was du wissen musst

Was ist Dark Social, wie kannst du ihn messen und was bedeutet das für deine Marketingstrategie? Dieser Artikel behandelt eine der wichtigsten Herausforderungen, mit denen digitale Vermarkter heutzutage konfrontiert sind.

Was ist Dark Social?

Dark Social ist alltäglich und wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch von dir praktiziert. Es passiert, wenn du Inhalte über deine privaten Kanäle wie Messaging-Anwendungen, Textnachrichten und E-Mails teilst.

Indem der Content weitergeleitet und von deinem Netzwerk geklickt wird, kann der Vermarkter nur schwer feststellen, woher der Traffic kommt. Die Interaktionen sind für Öffentlichkeit, Suchmaschinen und Vermarkter nicht sichtbar.

Zu den Dark Social Interaktionen gehören:

  • Private Social Media Kommunikation auf Facebook, Twitter, Instagram, etc.
  • Weitergeleitete E-Mails
  • Messaging-Anwendungen wie Facebook Messenger, WhatsApp, Slack und Snapchat
  • SMS

Dark Social als Problem für Vermarkter

Im Idealfall können Vermarkter die Webanalysen einsehen und Dinge wie diese sagen:

„Unser Traffic von Facebook stieg während unserer gesponserten Marketing-Kampagne um 14%.“

Solche Erkenntnisse sind einfach zu ermitteln, da der Traffic über eine Analyseplattform zuverlässig gemessen werden kann.

Umgekehrt kann der Traffic von Dark Social nicht als ein einziger Kanal in der Analytik verfolgt werden. Stattdessen fließen die Seitenaufrufe in den Kanal „Direkt“.

Der Kanal „Direkt“ beinhaltet zudem

  • Besuche von Benutzern, welche die URL in ihre Adressleiste eingegeben haben
  • Seitenaufrufe von Benutzern, welche die Website über ein Lesezeichen und verschiedene andere Quellen erreicht haben

Damit stehen Vermarkter vor einem ernsthaften Problem, denn sie verstehen nicht, wie der Traffic ihre Webinhalte erreicht. Sie sehen immer nur einen kleinen Teil des Ganzen.

 

Messbarkeit von Dark Social

Es gibt keine 100% zuverlässige Methode zur Messung von Dark Social und es ist fraglich, ob jemand in naher Zukunft eine erfinden wird.

Allerdings gibt es mehrere etablierte Methoden, mit denen du besser verstehen kannst, wie viel von deinem Dark Traffic aus welchen Quellen stammt.

Das sind einige Möglichkeiten, Dark Social zu messen:

1) Anwendung von Tools

Weltweit haben innovative Unternehmen nach Lösungen gesucht, Dark Social zu verfolgen und ihn zuzuordnen. Daraus sind eine Reihe von Tools entstanden.

Heute können Produkte wie ShareThis, GetSocial.io und Po.st dir helfen, diese Daten zu verfolgen und die Zuordnung des Traffics im Auge zu behalten.

Für das Tracking von Dark Social kannst du auch Google Analytics nutzen:

2) Teilen von Content

Wenn man darüber nachdenkt, nimmt das Teilen von Inhalten per Dark Social viel Zeit in Anspruch. Der Benutzer muss den Link manuell kopieren, einfügen und dann auf eine externe Plattform übertragen.

Wenn der User stattdessen den „Teilen“-Button auf der Website des Content-Anbieters verwendet, muss er nur einmal klicken.

Um die Menge an Dark Social zu minimieren, solltest du mehr „Teilen“-Buttons auf deiner Website einfügen. Gestalte das Teilen von Inhalten so einfach wie möglich, damit deine Leser davon Gebrauch machen.

Da die „Teilen“-Buttons mit eindeutigen URLs versehen werden können, ist auch das Tracking eindeutig.

Du kannst die Share Buttons auf Social Media Kanäle, E-Mail und SMS verlinken.

3) Verkürzung der URLs

Eine detailliertere Analyse deiner Interaktionen bekommst du durch deine URL. Du kannst sie je nach Quelle oder Marketingmaßnahme entsprechend anlegen.

Da die URL dann sehr lang wird ist es vorteilhaft, wenn du sie kürzt. Das kannst du beispielsweise mit einem Link-Kürzdienst wie Bitly machen.

Kürzere Links wirken eleganter und attraktiver auf Social Media.

 

Wichtigkeit von Dark Social

Heute kommt ein sehr großer Teil der Online-Empfehlungen über Dark Social. Wenn du diesen Traffic nicht misst, fehlen dir sehr viele Daten über deine Zielgruppe. Und schließlich willst du ja wissen, wer deine User sind, woher sie kommen und wie sie mit deiner Website, deinen Dienstleistungen oder Produkten interagieren.

Wenn man den Aufstieg von Plattformen wie Snapchat, Instagram, Facebook Messenger und WhatsApp berücksichtigt, wird deutlich, dass die Nutzung von Dark Social weiter zunehmen wird.

Es anzuzapfen ist im Moment wichtiger als je zuvor.

 

Wir haben eine Übersetzung der englischen Artikel von Virginia Van Kampen (am 28.02.2017 auf thriveagency.com veröffentlicht) und einem Artikel von targetinternet.com zusammengetragen, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können! 

Deinen eigenen Newsletter einfach und sicher erstellen?

9 Lektionen, praxisnahe Aufgaben und ein Abschlusszertifikat warten auf dich. Hier gehts zu unserem E-Mail-Marketing Kurs:

5 Tipps, wie du den Erfolg deines Newsletters testest

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein