LinkedIn – 9 Tipps für eine erfolgreiche Unternehmensseite

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Soziale Netzwerke: unbeliebt bei Führungskräften

Soziale Netzwerke: unbeliebt bei FührungskräftenLinkedIn verzeichnet mehr als 150 Millionen registrierte Mitglieder und ist damit das weltweit größte Social Network im B2B-Bereich. Aufgrund der steigenden Nutzung kann LinkedIn für Unternehmen ein hilfreiches Instrument sein, um Ihre Zielgruppen direkt zu erreichen. Mit einem eigenen Profil lassen sich Kunden und Interessenten regelmäßig mit relevanten Unternehmensbeiträgen auf dem Laufenden halten. Zudem ermöglicht das Profil einen direkten Dialog zwischen Unternehmen und potentiellen Kunden, wodurch Anregungen und Kritik unmittelbar erfasst und verarbeitet werden können. Somit kann die Unternehmenspräsenz auf LinkedIn sowohl die Kundenbindung als auch die Neukundengewinnung im Internet aktiv fördern.

9 Tipps für die Kundengewinnung auf LinkedIn

1. Nutzen Sie Ihr Unternehmensprofil als Visitenkarte im Web

Das Unternehmensprofil ist der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Präsenz auf LinkedIn und bedarf daher besonderer Aufmerksamkeit. Haben Sie ein Profil eingerichtet, vervollständigen Sie es mit interessanten Informationen über Ihr Unternehmen und Ihre Produkte sowie Dienstleistungen. Laden Sie ein aussagekräftiges Profilfoto hoch, sodass Kunden und Interessenten auf einen Blick erkennen können, wer für die Unternehmensseite verantwortlich zeichnet. Die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit Ihres Unternehmensprofils in der internen LinkedIn-Suche können Sie verbessern, indem Sie relevante Informationen veröffentlichen. Je mehr Informationen Sie über Ihr Unternehmen auf LinkedIn preisgeben, desto transparenter und seriöser wirken Sie auf potentielle Kunden, die Ihr Unternehmensprofil besuchen.

2. Erleichtern Sie potentiellen Kunden den Zugang zu Ihrer Unternehmensseite

Zu Beginn besteht die URL Ihres Profils lediglich aus einer komplizierten Zahlenkombination, die sich schlecht merken lässt. In den Persönlichen Einstellungen Ihres Profils können Sie eine sogenannte Vanity-URL erstellen, um Kunden und Interessenten einen komfortableren Zugang zu Ihrer Unternehmensseite zu ermöglichen. Wählen Sie möglichst einen Namen, der Ihr Unternehmen als Urheber des Profils auszeichnet.

3. Denken Sie auch an internationale Kunden

Wenn Sie mit Ihrer Präsenz auf LinkedIn auch internationale Kunden erreichen möchten, können Sie Ihr Unternehmensprofil multilingual einstellen. Für ein mehrsprachiges Profil steht eine Sammlung von insgesamt 41 Sprachen zur Verfügung.

4. Errichten Sie ein profitables Kontaktnetzwerk

Je mehr Kontakte Sie für Ihr Unternehmensprofil aktivieren können, desto mehr Nutzer können Sie mit Ihren Inhalten erreichen. Machen Sie sich daher schon zu Beginn auf die Suche nach potentiellen Kontakten, mit denen Sie über Ihr Profil kommunizieren können. Neben der Kontaktsuche auf LinkedIn können Sie auch bereits bestehende Kontakte aus Ihrem Mailverzeichnis importieren. E-Mail-Kontakte der eigenen GMX-, GMAIL- oder Yahoo-Mailadresse sowie aus Ihrem Outlook-Verzeichnis können eingeladen werden und sich Ihnen auf LinkedIn anschließen. Um nicht die Übersicht über Ihre bisher erworbenen Kontakte zu verlieren, können Sie eine entsprechende Liste als CSV- oder VSF-Datei speichern und ausdrucken.

5. Füllen Sie Ihr Profil regelmäßig mit relevanten Informationen

Über das eigene Profil auf LinkedIn können Sie interessante und nützliche Inhalte eigenhändig einpflegen und veröffentlichen. Ob nun kurze Statusmeldungen, Produktwerbungen, Pressemitteilungen oder nützliche Fachbeiträge, Sie können Ihre Zielgruppen mit individuellen Beiträgen auf dem Laufenden halten. Zudem verbessert die regelmäßige Aktualisierung Ihres Profils die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit in den Suchmaschinen.

6. Beweisen Sie Kompetenz in den LinkedIn-Gruppen

Die Gruppen sind ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation auf LinkedIn. Sind Sie einer der zahlreichen Gruppen beigetreten, können Sie sich mit anderen Nutzern aus Ihrer Branche über fachspezifische Themen unterhalten. Suchen Sie gezielt das Gespräch in den Gruppen, um Ihren Experten-Status zu untermauern und sich als kompetenter Gesprächspartner zu erweisen. Sie haben allerdings auch die Möglichkeit, eine eigene Gruppe zu gründen und diese mit interessanten Themen zu füllen. Die eigene Gruppe bietet zudem einen idealen Ort, um mit potentiellen Kunden in einen direkten Dialog zu treten.

7. Bauen Sie Ihr Unternehmensprofil aus

Verbinden Sie Ihr LinkedIn-Profil mit anderen Accounts, um potentielle Kunden auch über LinkedIn hinaus mit Ihren Inhalten zu erreichen. So können Sie beispielsweise die Artikel aus Ihrem WordPress-Blog direkt in den LinkedIn Updates veröffentlichen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Ihre Unternehmensseite mit Ihrem Twitter-Profil zu verbinden. Auf Twitter veröffentlichte Tweets erscheinen parallel in den LinkedIn Updates und umgekehrt. Außerdem lassen sich Unternehmensnews als RSS-Feed direkt in Ihr LinkedIn-Profil einbinden. Die starke Vernetzung der Inhalte kann Sie dabei unterstützen, weitere potentielle Kunden zu erreichen und neue Kunden für Ihr Unternehmen zu gewinnen.

8. Sorgen Sie mit Empfehlungen für eine bessere Sichtbarkeit

Auf LinkedIn können Mitglieder durch Empfehlungen andere Nutzer und Unternehmen bewerten. Empfohlene Profile werden in der LinkedIn-Suche höher geranked. Durch Empfehlungen können Sie Ihre Bekanntheit und Reputation nachhaltig gegenüber Bestands- und Neukunden festigen.

9. Gehen Sie auf Mitarbeitersuche

Nicht nur für die Kundengewinnung kann Linkedin hilfreich sein, auch für die Suche nach neuen und kompetenten Mitarbeitern bietet das Social Network einige interessante Möglichkeiten. Sie können über die interne LinkedIn-Suche gezielt nach frischen Arbeitskräften suchen. Je nachdem, wie ausführlich der Nutzer sein Profil mit Inhalten gefüllt hat, haben Sie die Möglichkeit, sich umfassend über den Ausbildungsweg, die Kernkompetenzen sowie die bisherigen Arbeitgeber zu informieren. So erhalten Sie einen guten ersten Einblick darüber, ob der Nutzer und seine Fähigkeiten zu Ihrem Unternehmen passen.

LinkedIn unterstützt Unternehmen sowohl bei der Bindung bestehender Kunden als auch bei der Neukundengewinnung. Über die regelmäßige Veröffentlichung von interessanten und relevanten Informationen sowie die direkte Kommunikation mit Ihren Kontakten können Sie die Beziehung zwischen Unternehmen und Ihren Zielgruppen weiter ausbauen. Die parallele Veröffentlichung von relevanten Inhalten auf vielen verschiedenen Social Network Profilen ist besonders effizient, um eine möglichst große Zielgruppe mit Ihren Beiträgen zu erreichen.

(Bild: © so47 – Fotolia.de)

4 Kommentare

  1. Ich habe eine Unternehmensseits bei LinkedIn, schaffe es aber nicht meine WordPress-Blog-Posts direkt dorthin zu posten. Sie landen immer auf meiner eigenlichen Seite in LinkedIn. Wie kann ich das ändern ?

  2. LinkedIn … bin am überlegen ob wir unser Firmenprofil auf LinkedIn nicht besser löschen sollten. Unsere Firma hat über 40 Mitarbeiter, die nicht bei uns beschäftigt sind. Darunter befinden sich dieverse CEOs! Das Löschen dieser Mitarbeiter ist uns nicht möglich und der Kundenservice kommt den Aufforderungen nur langsam nach.

  3. Dialogorientierte Bottomup
    Organisation@3.0

    08.12.2012,
    10:12 – zuletzt bearbeitet am 16.12.2012, 7:53 Von Karlheinz Ritzmann

    Mit dem
    Demokratisierungsinstrument no.1, dem Internet, ist es an der Zeit, auch in der
    Organisationslehre nachzuziehen. Organisatorische Allgemeinplätze wie
    Organization follows Stratgey oder vice versa sind antiquiert.

    An der FernUni Hagen studierte ich mit 44 Jahren und machte in der
    Regelstudienzeit von 4 Jahren nebenberuflich den Abschluss in Strategie und
    Organisation. In mehr als 45 aktiven Berufsjahren, davon viele internationale
    Jobs in Führungspositionen und Großprojektmanagement, habe ich unterschiedliche
    Organisations- und Führungsstiele in der Praxis erlebt. Allen war gemeinsam,
    dass der Dreiklang von Organisation, Führung und Zielesystem überwiegend aus
    der Positionsmacht heraus, mit katastrophaler Wirkung auf Effizienz,
    Mitarbeiter Committment und Unternehmensergebnis orchestriert wurde. In jedem
    Unternehmen haben diejenigen Mitarbeiter die besten Informationen, welche die
    Aufgaben operativ ausführen. Desto höher ein „Möchtegernemanager“
    sitzt, desto weiter ist er von der Praxis entfernt und trifft Entscheidungen
    positionsgetrieben auf Basis von Informationen die ihm Kollegen, häufig mit
    eigennützigen Motiven gespickt, zugetragen oder fahrlässig nicht
    effizienzgetrieben korrigiert haben.

    Meine ersten positiven Erfahrungen machte ich mit 27 Jahren in einer
    Führungsposition (ca. 120 Mitarbeiter) in der öffentlich-rechtlich
    organisierten Deutschen Bundespost. Die Regelungen für Beförderungen und
    Dienstpostenbewertung führten zu erheblicher Frustration und Demotivation der
    Mitarbeiter. Genauso demotivierend ist die heutige Praxis, Manager aus
    „Unterbringungsgründen“ auszuwechseln oder wegen Verfehlung von überwiegend
    kurzfristigen, finanziellen Zielen „abzuschiessen“ anstatt zu überlegen, ob
    diese negativen Erfahrungen eine Investition in die Zukunft eines wertvollen
    Mitarbeiters sein könnten. Häufig ist die mängelbehaftete Zielvorgabe auf
    völlig unrealistische Einschätzungen des oberen Managements zurückzuführen. In
    den 70/80er Jahren hatten Zusammenhalt und abteilungsüberschreitende,
    kollegiale gegenseitige Unterstützung einen hohen Stellenwert. Dagegen herrscht
    heute eher ein mit individualistischen Motiven durchsetzter
    „Intrigantenstadl“. Das hat zwei maßgebliche Gründe. Zum einen in
    einem nach wie vor angewandeten, aus der Zeit des Taylorismus stammenden Topdow
    Organisationsprinzip, welches bei vielen aufgrund mangelndem
    Involvment diesen Eindruck entstehen läßt. Zum anderen daher, dass sehr
    viele branchenfremde Mitarbeiter eingestellt werden, weil der Prophet im
    eigenen Hause nichts gilt. Selbstverständlich ist es wichtig mit Augenmaß
    „frisches Blut“ zuzuführen. Früher lernte man erst zwei Jahre das
    gesamte Unternehmen in der Praxis kennen, bevor man eine auf Dauer angelegte
    Position übertragen bekam. In der heutigen Schnelllebigkeit ist diese Vorgehensweise
    nicht mehr in vollem Umfang sinnvoll. Als Manager einen angemessenen
    Gesamtüberblick zu haben ist, nach meiner vollsten Überzeugung, für
    Großunternehmen überlebensnotwendig. In der Konsequenz bedeutet dies, dass
    effiziente Unternehmensführung auch eine Funktion der Verweildauer in einem
    Unternehmen oder auf einer Position ist. Ein situationsbezogen richtiges
    Senioritätsprinzip führt zu besseren Unternehmensergebnissen. Das Dilemma,
    ungeachtet der ersten Führungsaufgabe junge Talente frühzeitig zu entdecken, zu
    fördern und zu Führungskräften zu entwickeln, muss zukunftsorientiert gelöst
    werden.

    Aber zurück
    zu meinen Praxiserfahrungen. Ich habe mit meinen Mitarbeitern priorisiert in
    tiefgründigen, individuellen Gesprächen sowohl ihre Stärken als auch ihre
    Schwächen und Befähigungen für bestimmte Aufgaben herausgearbeitet. Ganz
    wichtig war es immer den Betriebsrat von vorneherein vollumfänglich mit
    einzubeziehen. Denn auch der Betriebsrat hat, nach meiner Erfahrung, eher
    Interesse an einem zufriedenen Mitarbeiter und an einer effizienten
    Organisation. Eine wichtige Eigenschaft der Führungskraft ist Personality. Wer
    in einem „Ichrednichtmitjedemprozbüro“ sitzt darf sich über mangelnde Akzeptanz
    nicht beschweren. Arbeitszeiten und Dienstwagen müssen sich für alle sichtbar
    auf allgemeinem Angestelltenniveau bewegen.

    Nachdem die
    Aufgabenverteilung auf unterster Ebene vereinbart wurde wird gemeinsam in
    mehreren Durchläufen die dazu passende funktionale und hirarchische Struktur
    geschaffen. Durch sanfte, etwa einjährige stufenweise Änderung in den
    Aufgabengebieten der Mitarbeiter wurde so eine Aufgabenverteilung und
    Organisationsstruktur gefunden, die mich als Chef überflüssig machte. Ich habe
    meistens in einem 3-jährigen Rhythmus gearbeitet. Erstes Jahr: intensiver,
    persönlicher Dialog mit Mitarbeitern, Betriebsrat und Management. Zweites Jahr:
    sanfte Änderung gemäß der gemeinsam getroffen Vereinbarungen. Im dritten Jahr
    Feinjustierung und Suche nach neuen Herausforderungen.

    Ich freue mich auf euer feedback.

    Liebe Grüße

    Karlheinz Ritzmann

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