rotz des Brexit bleibt Großbritannien für viele deutsche Unternehmer ein attraktiver Markt: eine große, kaufkräftige Bevölkerung, eine international ausgerichtete Wirtschaft und enge historische Handelsbeziehungen zum europäischen Festland sprechen weiterhin für erste Geschäftskontakte auf der Insel. Wer sich dort neu positionieren will, sollte die Vorbereitung allerdings ernster nehmen als bei einem Termin im benachbarten EU-Ausland, denn seit dem Austritt aus der EU haben sich sowohl rechtliche als auch praktische Rahmenbedingungen spürbar verändert.

Warum der britische Markt weiterhin attraktiv bleibt

London gilt nach wie vor als einer der bedeutendsten Finanz- und Dienstleistungsstandorte Europas, auch wenn sich einzelne Geschäftsfelder seit dem EU-Austritt verschoben haben. Für viele Branchen, von Kreativwirtschaft bis Fintech, ist die Stadt weiterhin ein zentraler Anlaufpunkt für Investoren, Partner und Kunden. Auch der englischsprachige Talentpool und die internationale Ausrichtung vieler Londoner Unternehmen erleichtern es deutschen Firmen, dort erste Testkunden oder Pilotprojekte zu gewinnen und daraus tragfähige, langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Für kurze Geschäftstermine bietet Motel One zudem zentral gelegene Übernachtungsmöglichkeiten in London.

Wichtig ist dabei, die veränderten Rahmenbedingungen realistisch einzuschätzen: Zollformalitäten, andere Mehrwertsteuerregeln und zusätzlicher bürokratischer Aufwand gehören inzwischen zum Alltag im UK-Geschäft und sollten von Anfang an in die Kalkulation einfließen, statt erst bei der ersten Lieferung oder Rechnung für Überraschungen zu sorgen. Auch die Bearbeitungszeiten an der Grenze haben sich seit dem Austritt verlängert, was bei zeitkritischen Lieferungen unbedingt in die Planung einbezogen werden sollte.

Kulturelle Unterschiede im Geschäftsalltag

Auch wenn die sprachliche Hürde gering erscheint, unterscheidet sich die britische Geschäftskultur in Nuancen deutlich von der deutschen. Small Talk vor dem eigentlichen Termin gilt als selbstverständlich, direkte Kritik wird oft indirekter formuliert, und Zusagen werden manchmal vorsichtiger ausgedrückt, als sie tatsächlich gemeint sind. Wer aus einer sehr direkten Unternehmenskultur kommt, sollte diese sprachliche Zurückhaltung von Anfang an mitdenken, um Signale nicht falsch zu interpretieren.

Wer diese Unterschiede kennt, vermeidet Missverständnisse, die sonst leicht als Unverbindlichkeit fehlinterpretiert werden. Ein höflich formuliertes „we’ll definitely look into that“ ist beispielsweise oft weniger verbindlich zu verstehen, als es für deutsche Ohren zunächst klingt. Ein gutes Gespür für solche Formulierungen entwickelt sich meist erst nach mehreren persönlichen Terminen vor Ort.

Erste Kontakte über Netzwerke und Messen knüpfen

Statt Kaltakquise setzen viele erfolgreiche Markteinsteiger auf Branchenmessen, Handelskammern und lokale Unternehmerverbände, um erste Kontakte in Großbritannien zu knüpfen. Die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer bietet hierfür regelmäßig Veranstaltungen und Matchmaking-Formate an, die den Einstieg erheblich erleichtern. Auch branchenspezifische Fachmessen bieten häufig einen niedrigschwelligeren Einstieg als der direkte Versuch, grosse Unternehmen ohne Vorkontakt anzusprechen.

Auch persönliche Empfehlungen spielen im britischen Geschäftsleben eine größere Rolle, als viele erwarten. Ein warmer Kontakt über einen gemeinsamen Bekannten öffnet häufig Türen, die über eine klassische E-Mail-Anfrage verschlossen geblieben wären. Es lohnt sich deshalb, bestehende Kontakte im eigenen Netzwerk gezielt danach zu befragen, ob sie jemanden im britischen Markt kennen, bevor man auf kalte Anfragen zurückgreift.

Reiseplanung für wiederkehrende Termine

Wer regelmäßig geschäftlich in London unterwegs ist, profitiert von einer festen Unterkunftslösung statt wechselnder Buchungen. Zentral gelegene Häuser wie die Hotels London sparen bei wiederkehrenden Terminen Zeit, weil sich Anfahrtswege zu üblichen Geschäftsvierteln wie der City oder Canary Wharf schnell einschätzen lassen.

Neben London lohnt sich für viele Unternehmer auch ein Blick auf Städte außerhalb der Hauptstadt: Manchester hat sich in den vergangenen Jahren zu einem eigenständigen Zentrum für Technologie und moderne Dienstleistungen entwickelt, mit spürbar geringeren Kosten für Reisen und Aufenthalt. Auch Motel One ist in Manchester mit zentral gelegenen Häusern vertreten und bietet sich damit als Ausgangspunkt für Geschäftstermine an. Für Unternehmer, die einen Markteintritt außerhalb der Hauptstadt planen, kann das ein Grund sein, dort zunächst ein kleineres Netzwerk aufzubauen, bevor der Schritt nach London folgt.

Steuerliche und rechtliche Besonderheiten beachten

Seit dem Brexit gelten für den Warenverkehr zwischen Deutschland und Großbritannien vollständige Zollanmeldungen, die vorab korrekt vorbereitet sein müssen, um Verzögerungen zu vermeiden. Wer regelmäßig physische Güter liefert, sollte frühzeitig einen Zollagenten oder spezialisierten Dienstleister einbinden, statt die Formalitäten intern nebenbei zu erledigen und Kapazitäten dafür zu unterschätzen. Fehlerhafte Zollanmeldungen führen sonst schnell zu Verzögerungen, die sich negativ auf die Kundenbeziehung auswirken können.

Auch bei Dienstleistungen und digitalen Angeboten hat sich die steuerliche Behandlung verändert. Wer beispielsweise regelmäßig Termine in Hotels Manchester wahrnimmt, um dortige Kunden zu betreuen, sollte prüfen, ob dadurch eine steuerlich relevante Betriebsstätte im UK entsteht – eine Frage, die sich am besten frühzeitig mit einer auf britisches Steuerrecht spezialisierten Kanzlei klären lässt, statt sie erst bei einer Betriebsprüfung im Nachhinein zu beantworten.

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