Urlaubsplanung im zweiten Coronajahr: So punktest du beim Chef

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Urlaubsplanung im zweiten Coronajahr: So punktest du beim Chef
© Lena Wurm – adobe.stock.com

Die Coronapandemie besteht nun schon seit über einem Jahr in Deutschland. Obwohl der Oster-Lockdown vorerst gekippt wurde, kommt womöglich noch ein weiterer Lockdown, um die Bevölkerung vor der dritten Welle zu schützen. Trotzdem hat die Politik beschlossen, dass ein Urlaub auf Mallorca möglich ist. Ob diese Art der Urlaubsplanung Sinn macht, steht nicht zur Debatte, da sich jeder vorsorgliche Mensch wohl denken kann, dass es gerade jetzt keine gute Idee ist, um Urlaub am Strand mit einem kühlen Bier und vielen Feierbegeisterten zu machen.

Wenn du eine oder einer von den UrlauberInnen bist, die gerne nach Mallorca möchten, dann sei es dir gegönnt und schau dir die Strategien an, wie du es schaffst, dass du damit durchkommst. Wenn du aber eine oder einer von denen bist, die absolut dagegen sind, dann bist du hier ebenfalls richtig und kannst dir einige Tipps abschauen, um dich bei deiner Chefin bzw. deinem Chef besonders beliebt zu machen.

1. Urlaubsplanung? Chefsache!

Jaja, der Lockdown kommt wohl doch nicht mehr in dieser Woche. Trotzdem wird es für den ein oder anderen wieder heißen, dass sie schön zu Hause bleiben müssen und nicht mal in die Stadt, oder sich mit FreundInnen treffen können. Der Lockdown wurde zwar zu Anfang März in Deutschland größtenteils aufgehoben, beziehungsweise gelockert, aber nun heißt es wieder, dass die Inzidenz zu hoch ist und die absolute Notsituation nur durch einen weiteren Lockdown verhindert werden kann.

Was machst du dann? Ja genau, geh ganz normal weiter zur Arbeit, beschäftige dich zu Hause, triff deine FreundInnen über das extrem gut ausgebaute Internetnet in Deutschland…und sag deiner Chefin bzw. deinem Chef, dass du dieses Jahr eigentlich nicht mal Urlaub benötigst.

Sag ihr oder einfach, dass sie bzw. er sich aussuchen kann, wann du dir frei nehmen sollst. Urlaub wirst du in diesem Jahr oder im Sommer wahrscheinlich eh nicht groß machen, vor allem bevor eine Herdenimmunität in Deutschland besteht, also warum dann überhaupt Urlaubstage planen. Wenn du ein Sommerfan bist, dann sag ihr oder ihm einfach, dass sie bzw. er dir in den Sommermonaten einfach ein paar Wochen frei geben soll und du damit zufrieden bist.

2. Mallorca ist für deutsche Urlauber erlaubt. Wie erklärst du das aber deinem Chef?

Am besten wäre es wahrscheinlich, wenn du es deiner Chefin oder deinem Chef gar nicht erst sagst, dass du nach Mallorca zum Urlaub möchtest/fliegst. Je nachdem wie deine Chefin bzw. dein Chef drauf ist, wird sie oder er dich beim Wunsch Urlaubstage für einen Trip nach Mallorca zu bekommen, entweder schief angucken oder es abnicken und dir sagen, dass du machen kannst, was immer du möchtest.

In der Theorie müsste es eigentlich deiner Chefin bzw. deinem Chef egal sein, was immer du an deinen Urlaubstagen machst, aber dank der Coronasituation ist dies alles anders.

Deshalb unser persönlicher Tipp: sag es ihr bzw. ihm einfach nicht. 

Das einzige Problem, welches noch entstehen könnte, ist, dass du bei deiner Urlaubsplanung auffliegst. Nicht weil du nicht pfiffig genug bist, sondern weil die Politik zur Zeit in Erwägung zieht, alle Mallorcaurlauber nach dem Aufenthalt erstmal in Quarantäne zu schicken. Also wenn du zwei Wochen lang Urlaub bekommst, nach Mallorca fliegst, musst du je nach Quarantänezeit vielleicht schon nach 1-5 Tage wieder zurückfliegen und die restliche Zeit in Quarantäne absitzen.

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3. Du brauchst dringend Urlaub und musst weg von all dem Stress

Dies hört sich in der Theorie sehr einfach an, aber du musst bedenken, dass wir zur Zeit in einer Notsituation leben und das nicht erst seit ein paar Wochen oder Monaten, sondern schon seit über einem Jahr. Die Arbeitswelt ist ebenfalls anders betroffen.

Manche Unternehmen haben auf Grund der Pandemie weniger zu tun, andere wiederum um einiges mehr.

Ob du dir dann einfach Urlaub nehmen kannst, vor allem wenn du in Berufen wie zum Beispiel PflegerIn, Krankenhauspersonal, etc. steckst, dann wird deine Chefin bzw. dein Chef womöglich mit deinem Wunsch sehr unzufrieden, manche würden sogar behaupten sauer, sein. Die Notlage macht das zur Zeit eigentlich nicht mit, aber wenn du wirklich eine Pause und Urlaub brauchst, die du dir sicherlich auch verdient hast, dann hilft es alles nichts und du musst deinen Urlaubswunsch bei der Chefin oder beim Chef äußern. Viel Glück dabei.

4. Du verzichtest auf deinen Urlaub, bzw. nimmst so wenig Tage, wie nur möglich

Alle ArbeitnehmerInnen müssen eigentlich Urlaubstage im Jahr nehmen, die Anzahl variiert aber oft, da es erstens auf den Vertrag ankommt und zweitens auf die allgemeine Regulierung. Es gibt aber Sonderfälle, beziehungsweise eine Möglichkeit um auf einige Urlaubstage zu verzichten oder sie auszahlen zu lassen oder in das nächste Jahr mitzunehmen. Wenn das für dich möglich ist und deine Arbeit momentan sehr wichtig ist, dann äußere deinen Wunsch bei deiner Chefin bzw. deinem Chef und schau, ob ihr eine Vereinbarung finden könnt.

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Für Studenten in Ferienjobs

Wenn ihr StudentInnen seid, die gerade in irgendeiner Firma über die Semesterferien jobben, dann stehen euch ebenfalls Urlaubstage zu. Ihr könnt aber, wird euch auch oft von ArbeitsgeberInnen empfohlen, auf diese Urlaubstage verzichten und diese euch auszahlen lassen. Statt in sechs Wochen dann zwei Urlaubstage zu nehmen, arbeitet einfach die sechs Wochen durch, seid ein Teil der Arbeitswelt und lasst euch die Tage bezahlen. Die Urlaubsplanung so anzugehen, lohnt sich sowieso für euch, da ihr dann mehr Geld verdient und ihr während der nächsten Semesterzeit wahrscheinlich nur schwierig einen Nebenjob finden werdet.

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5. Mit der Urlaubsplanung hinten anstellen

In Zeiten von Corona ist eure Chefin oder euer Chef wahrscheinlich gestresster denn je:

  • Unternehmen müssen einige Hygieneregelungen beachten
  • Einige ArbeiterInnen müssen eventuell in Kurzarbeit geschickt werden
  • alles läuft stressiger und euere Chefin bzw euer Chef muss sich um mehr kümmern, als jemals zuvor.

Dann ist es eure Aufgabe, dass ihr eure Chefin oder euren Chef nicht auch noch stresst und ihr bzw. ihm eher eine Hilfe seid. Gebt ihr oder ihm nicht auch noch die Aufgabe, dass sie bzw. er sich um eure Urlaubswünsche kümmern muss. Seid einfach gute MitarbeiterInnen, helft ihr bzw. ihm aus und gebt jeden Tag 100 Prozent auf der Arbeit.

Urlaubsplanung ohne schlechtes Gewissen

Während der Pandemie Urlaub zu machen und eure Chefin bzw. euren Chef darauf anzusprechen, ist nicht in jedem Fall optimal. Nehmt ihnen lieber ein wenig Arbeit ab, seid fleißiger auf der Arbeit und sobald die Pandemie vorbei ist, werdet ihr sicherlich für eure Taten und Anstrengungen belohnt. Dann könnt ihr auch ohne eine schlechtes Gewissen zu haben, einfach nach Mallorca fliegen und das nachholen, was ihr über die Zeit während der Pandemie verpasst habt.

Maximilian Baldus
Maximilian Baldus studierte Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik an der Hochschule Heilbronn. Im Jahr 2016 wurde er Gesellschafter und Geschäftsführer und beschäftigte sich bereits massiv mit der Digitalisierung des Familienbetriebs. Seine Ideen, Gedanken und Visionen schrieb er in dem Buch „Digitalisierung – ich schau nicht weg“. Seit 2019 unterstützt Maximilian Baldus mit der MX logitcon GmbH Logistikunternehmen und Startups mit IT und Social Media Marketing und steht Unternehmen in der Krise beratend zur Seite.

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