In 10 Schritten zur Work-Life-Seperation

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In zehn Schritten zur Work-Life-Seperation

In zehn Schritten zur Work-Life-Seperation

Es gibt viel zu viele von uns, die versuchen, unzählige Verantwortlichkeiten zu übernehmen – alle gleichzeitig. Man kann es in Meetings beobachen: Ein Führungsteam ist um einen Konferenztisch versammelt, die meisten Teammitglieder sind durch SMS, Papiere und „Multitasking“ abgelenkt.

Man kann es auf den Autobahnen sehen, oft mit gefährlichen Folgen.

Und man sieht es in Restaurants, wo Familien zusammen essen, aber nicht miteinander sprechen. Wir sind an einem Ort, aber nie ganz konzentriert. Wir täuschen uns selbst in dem Glauben, dass wir hochproduktiv sind, und fühlen uns gleichzeitig immer mehr gestresst, weil wir es in Wirklichkeit nicht sind.

Die Mittel und Praktiken, die zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen sollten, haben tatsächlich ein erhebliches, unproduktives Ungleichgewicht geschaffen.

Work-Life-Seperation

Es besteht kein Bedarf an der Work-Life-Balance, sondern an der Work-Life-Seperation. Tatsache ist, dass es keine Work-Life-Balance gibt. Es ist ein Mythos, den viele verfolgen. Im Wesentlichen gibt es sieben Lebensbereiche:

  • Glaube
  • Arbeit
  • Gesundheit
  • Beziehungen
  • Finanzen
  • Heimat
  • persönliches Wachstum

Wenn du 40 Stunden pro Woche arbeitest, kannst du unmöglich 40 Stunden an jeden der anderen Bereiche geben, um einen Zeitausgleich zwischen deiner Arbeit und den anderen sechs Bereichen herzustellen.

EXTRA: Work-Life-Balance: Wieso so viele daran scheitern

Das weißt du intuitiv. Doch was machst du dann?

Es ist wahrscheinlich, dass du versuchst, Multitasking zu betreiben, wie in den obigen Beispielen. Dadurch haben wir das Gefühl, dass wir Arbeit und Leben gut in Einklang bringen und hochproduktiv sind – aber wenn wir unser Team, unseren Ehepartner oder unsere Kinder fragen, was würden sie sagen? Haben sie deine volle Aufmerksamkeit, wenn du bei ihnen bist?

Der Schlüssel zur Work-Life-Seperation

Es ist sehr wertvoll, sich jeweils auf einen Lebensbereich zu konzentrieren und ihm den vollen Fokus bei maximaler Produktivität zu geben. In der Vergangenheit war dies etwas Erreichbares. Du hast vielleicht gelegentlich spät im Büro gearbeitet, aber als du das Büro verlassen hast, musstest du im Allgemeinen nicht an deine Arbeit denken. Im Zeitalter der Technik ist die Arbeit jedoch immer bei dir.

In 10 Schritten weg von der Sucht

Wie erreicht man Work-Life-Seperation? Dem Vorbild eines Programms zur Überwindung der Sucht folgend, kannst du folgende 10 Schritte unternehmen. So kannst du dich konzentrieren und einen gezielten Erfolg schaffen, nicht nur in deiner Arbeit, sondern in allen Bereichen deines Lebens. Die Schritte im Überblick:

    1. Problem
    2. Bewertung
    3. Vision
    4. Werte
    5. Aktionen
    6. Gewohnheiten
    7. Plan
    8. Verantwortlichkeit
    9. Grenzen
    10. Überprüfung

1. Problem

Gib zu, dass du ein Problem hast, das außer Kontrolle geraten ist. Aus verschiedenen Gründen werden Menschen süchtig nach Arbeit. Für einige ist es der Adrenalinschub, um Ergebnisse zu erzielen. Für andere ist es die Angst davor, was passiert, wenn sie nicht funktionieren.

Jede Sucht wird entweder durch Vergnügen oder durch Schmerz angetrieben.

Und meistens endet sie in beiden Fällen mit einem Verlust.Folgen können sein:

  • Herzinfarkte
  • Beziehungsprobleme
  • der Verlust des „Selbst“

2. Bewertung

Bestimme 1-3 Lebensbereiche, welche am meisten aus dem Gleichgewicht geraten sind. Mache eine persönliche Bestandsaufnahme – und sei ehrlich. Gib dir für jeden der sieben Lebensbereiche eine ehrliche Beurteilung – eine Bewertung auf einer Skala von 1-10.

Wenn du das Problem im Detail beurteilst, frag dich, wie dein Team, dein Ehepartner oder deine Kinder dich in den relevanten Bereichen beurteilen würden. Was kannst du tun, um dich in jedem Bereich zu verbessern?

Lege deine Ideen dazu als deine nächsten drei Ziele fest. Die Verbesserung dieser drei wichtigsten Bereiche hat zusätzlich oft einen positiven Effekt auf andere Bereiche.

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3. Vision

Erstelle eine Vision des Ortes, an dem du sein möchtest. Der Schlüssel dazu heißt: Aufhören. Nein, du kannst nicht aufhören zu arbeiten, und das solltest du auch nicht. Das schafft eine eigene Reihe von Problemen. Aber hör lange genug auf, um darüber nachzudenken, wohin du wirklich im Leben gehen willst. Ein englisches Sprichwort besagt:

„Begin with the end in mind.“

Was ist das Ende, auf das du hinarbeitest? Wie sieht Erfolg für dich aus – nicht nur in einem Bereich – sondern in jedem Lebensbereich?

4. Werte

Bestimme deine Werte. Werte sind die Prinzipien, nach denen du lebst. Sie sind ein Grundstein. Liste fünf deiner besten Werte auf. Schreibe sie dir wirklich auf.

5. Aktionen

Entscheide, welche Maßnahmen du ergreifen wirst, um nach diesen Werten zu leben. Nach deinen Werten zu leben ist der Schlüssel, aber es passiert nicht einfach. Du musst jedem Wert Aktionen zuordnen und diese täglich durchführen.

Wenn einer deiner Werte zum Beispiel Gesundheit ist, könnte die Aktion Bewegung sein.

Wenn du also behauptest, dass Gesundheit ein Wert für dich ist, du aber nie deinen Schreibtisch verlässt oder nie von der Couch herunterkommst, um zu trainieren, hast du entweder einen Wert verletzt – oder es ist kein echter Wert für dich.

Wenn du etwas tust, das einen deiner Werte verletzt, wirst du

  • Stress
  • Wut
  • Frustration

spüren. Achte genau auf die Dinge, die dich so fühlen lassen, und du wirst wahrscheinlich einen verletzten Wert an der Wurzel finden.

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6. Gewohnheiten

Ersetze schlechte Gewohnheiten durch gute Gewohnheiten. Gewohnheiten sind im Wesentlichen tägliche Handlungen. Jeden Tag kannst du wählen, ob du dich an guten und gesunden Aktionen oder an schlechten und ungesunden Aktionen beteiligen willst. Wie Ralph Waldo Emerson sagte:

„Säe einen Gedanken und du kannst eine Tat ernten; Säe eine Tat und du kannst eine Gewohnheit ernten; Säe eine Gewohnheit und du kannst Charakter ernten; Säe Charakter und du erfüllst deine Bestimmung.“

Basieren deine täglichen Gewohnheiten deine wiederholten Taten auf Werten, Visionen und deiner gewünschter Bestimmung? Deine Gewohnheiten erschaffen deine Bestimmung. Tätigst du tägliche Bemühen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen?

7. Plan

Erstelle einen Plan, der auf Visionen basiert. Es gibt zwei Möglichkeiten der Planung:

  1. Du kannst mit allem beginnen, was auf deiner aktuellen To-Do-Liste steht, und planen, wie du die Elemente auf der Liste erreichen willst.
  2. Oder du startest mit einer „sauberen Leinwand“ und erstellst zuerst einen Plan, der auf dem Gesamtbild basiert.

Beginne mit der Vision. Wo willst du hin und wie willst du dort hin? Dann schaue dir die Werte an: Welche täglichen Maßnahmen wirst du ergreifen, um diese Werte zu erhalten?

8. Verantwortlichkeit

Es ist unerlässlich, eine Methode zu finden, mit der man sich für seine Ziele verantwortlich macht. Das kann dir dabei helfen:

  • dein Plan
  • ein Kalender
  • eine Zeitschaltuhr
  • eine Person

Hol dir jemanden, der dir als Partner bei der Erreichung deiner Ziele hilft. Diese Person muss objektiv sein – jemand, der deinen Fortschritt fördert, aber auch die schwierigen Fragen stellt. Jemand, der dich nicht aufgeben lässt. Deshalb haben erfolgreiche Menschen oft Coaches.

9. Grenzen

Die Trennung von Beruf und Privatleben erfordert Grenzen. Du musst zuerst Zeitplangrenzen festlegen – Zeiten, in denen du arbeiten wirst, Zeiten, in denen du nicht arbeiten wirst, und flexible Zeiten, in denen du bei Bedarf arbeiten wirst. Kommuniziere diese an dein Team, sowie an deine Freunde und Familie.

Genauso sicher wie du deine Grenzen setzt, wird jemand oder etwas diese Grenzen überschreiten. Du musst dafür sorgen, dass dies Ausnahmen bleiben. Dies kann bedeuten, dass du dein Handy manchmal wegsperrst. Es kann bedeuten, dass du deine Bürotür abschließen musst, um dich auf Projekte zu konzentrieren oder dass du deine Posteingangsbenachrichtigungen deaktivierst.

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10. Überprüfung

Überprüfe deine Fortschritte regelmäßig. Berücksichtige dabei deinen:

  • Kalender
  • Schreibtisch
  • Posteingang

Ist alles in diesen Bereichen im Verhältnis zu deinen Werten, Handlungen und Zielen? Oder siehst du eine Menge Unordnung?

Überprüfe deine Fortschritte regelmäßig, um sicherzustellen, dass deine Aufgabenliste mit deinen Werten und Prioritäten übereinstimmt und nicht mit denen aller anderen.

Dieser Artikel wurde von Dave Ferguson auf Englisch verfasst und am 08.11.2017 auf www.livingtolead.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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