Als Quellcode wird in der Informatik der in einer Programmiersprache geschriebene, für Menschen lesbare Text eines Computerprogramms bezeichnet. Er bildet die fundamentale Basis jeder Software.

Merkmale und Funktionsweise

  • Lesbarkeit: Im Gegensatz zum maschinenlesbaren Binärcode (bestehend aus Nullen und Einsen) wird Quellcode in Programmiersprachen (wie Python, Java, C++ oder JavaScript) verfasst. Er nutzt englische Begriffe und eine logische Syntax, damit Entwickler ihn schreiben, verstehen und verändern können.
  • Übersetzung: Damit ein Computer die Anweisungen ausführen kann, muss der Quellcode übersetzt werden. Dies geschieht entweder im Vorfeld durch einen Compiler (der den Code in eine ausführbare Datei umwandelt) oder zur Laufzeit durch einen Interpreter (der den Code Zeile für Zeile übersetzt und ausführt).
  • Komponenten: Neben den eigentlichen Befehlen enthält Quellcode häufig Kommentare. Diese Abschnitte werden vom Computer ignoriert und dienen ausschließlich dazu, die Funktionsweise des Codes für Menschen zu dokumentieren.

Distribution und Lizenzen

Je nachdem, wie der Quellcode rechtlich und praktisch gehandhabt wird, unterscheidet man zwei Hauptmodelle:

  • Open Source: Der Quellcode ist öffentlich zugänglich. Jede Person darf ihn einsehen, verändern und meist auch weiterverbreiten (z. B. Linux, WordPress).
  • Proprietäre Software: Der Quellcode wird von Unternehmen unter Verschluss gehalten (Closed Source). Endnutzer erhalten nur das fertig übersetzte, nicht einsehbare Programm (z. B. Microsoft Windows, Adobe Photoshop).

Hinweis: Der Begriff „Quelltext“ wird oft synonym verwendet, bezieht sich im Webkontext aber auch speziell auf das HTML- und CSS-Gerüst von Websites, das von Browsern interpretiert wird.