Als Hipster (der, Plural: Hipster) bezeichnet man Angehörige einer meist urbanen Subkultur, die sich stark über Ästhetik, Individualität und Abgrenzung vom Mainstream definiert. Hipster legen großen Wert auf einen bewussten, oft retrospektiven Lebensstil. Sie gelten als Trendsetter, die neue Moden, Musikrichtungen (wie Indie oder Underground) und Konsumformen etablieren, noch bevor diese die breite Masse erreichen.

Ursprung

Der Begriff entstand bereits in den 1930er- und 1940er-Jahren in der US-amerikanischen Jazz-Szene. Damals beschrieb er weiße Jugendliche, die den Lebensstil und die Kultur schwarzer Jazz-Musiker (die sogenannten „Hepcats“) adaptierten. In den späten 1990er- und 2000er-Jahren erlebte das Wort ein großes Comeback und beschreibt seitdem die moderne, konsumkritische, aber dennoch stilbewusste Mittelschicht-Jugendkultur in Großstädten wie New York, London oder Berlin.

Typische Merkmale und Lifestyle:

  • Mode: Ein bewusster Mix aus Vintage-Kleidung (Second-Hand), auffälligen Brillengestellen (oft Horn- oder Metallbrillen), Bärten und Beanies (Mützen), kombiniert mit modernen Fair-Trade- oder Independent-Marken.
  • Konsumverhalten: Vorliebe für Nachhaltigkeit, Bio-Produkte, handwerklich hergestellte Lebensmittel (z. B. Craft Beer oder Cold Brew Coffee) und analoge Technik (wie Vinyl-Schallplatten oder analoge Kameras).
  • Berufswelt: Hipster finden sich heute besonders häufig in kreativen und digitalen Berufsfeldern, wie dem Grafikdesign, Social-Media-Marketing, Journalismus oder in der Startup-Szene.