Als Bundeskanzlerin stand Angela Merkel im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, Millionen Blicke richteten sich auf sie. Mark Zuckerberg erfand angeblich Facebook, da er Schwierigkeiten hatte, Menschen am Campus kennenzulernen. Und Bill Gates ist bis heute so in sich gekehrt, dass man kaum etwas über sein Privatleben weiß. Alle drei haben zwei Dinge gemeinsam: Sie gelten alle als introvertiert – und alle sind extrem erfolgreich. Wie schafften sie es – trotz aller Hürden, auf die Introvertierte nun mal treffen – zwischen all den Extrovertierten Karriere zu machen? Wir geben dir sieben Tipps, die dir auf deinem Weg auf der Karriereleiter helfen können.
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Tipp 1: Den passenden Beruf wählen
So banal es auch klingen mag: Es gibt durchaus einige Berufe, die für Introvertierte eher unangenehm sind – andere hingegen passen schon eher zu ihnen. Typische Berufsfelder sind etwa in der Wissenschaft und Forschung, ganz stereotypisch sind natürlich auch Tech-Unternehmen. Neben Intro- und Extraversion gibt es auch noch weitere Persönlichkeitsmerkmale, wie beispielsweise Gewissenhaftigkeit. Die unterschiedlich stark ausgeprägten Merkmale beeinflussen, wie gut man für bestimmte Branchen geeignet ist. Angela Merkel beispielsweise brauchte eine starke Machtmotivation, um ihren Job als Bundeskanzlerin entsprechend gut zu machen – und um überhaupt erstmal an dieses Amt zu gelangen.
Zu den zentralen Persönlichkeitsmerkmalen zählen nach dem „Big Five“-Modell in der Psychologie:
- Offenheit für Erfahrungen
- Gewissenhaftigkeit
- Extraversion
- Verträglichkeit
- Neurotizismus
Tipp 2: Das Arbeitsumfeld den Bedürfnissen anpassen
Ein wichtiger Punkt für Introvertierte ist das Arbeitsumfeld: So sind Großraumbüros vermutlich der Albtraum für viele eher ruhige und zurückgezogene Menschen – denn hier werden sie mit störenden Geräuschen und Interaktionen konfrontiert. Abhilfe schaffen beispielsweise Kopfhörer oder Ohrstöpsel, die den Lärm zumindest etwas dämpfen. Am besten ist es aber, die eigenen Bedürfnisse direkt bei den Kollegen anzusprechen. Bei lauten Gesprächen darf man beispielsweise durchaus darum bitten, dass die Lautstärke ein wenig reduziert wird. Aber auch Rückzugsorte dürfen nicht fehlen – etwa eine kurze Verschnaufpause auf dem Balkon oder vor der Tür kann bereits helfen, den Stress zu reduzieren.
Tipp 3: Für das Bewerbungsgespräch ausreichend vorbereiten
Klar: Das würden wir ohnehin jedem Bewerber raten. Doch während sich weniger vorbereitete, dafür aber extrovertierte Bewerber noch aus unangenehmen Situationen herausreden können, fühlt man sich als Introvertierter oft stark unter Druck gesetzt. Nicht immer haben Introvertierte zudem wirklich Angst vor Gesprächen – sie reden oft nur ungern über sich selbst. Wir empfehlen: Hake am besten mit deiner Antwort im Gespräch die wichtigsten Punkte über dich ab, um schnell durch diesen Teil zu kommen. Dabei kann es übrigens hilfreich sein, sich auch eigene Fragen zu überlegen, um die Konversation am Laufen zu halten. Sonst könnte möglicherweise der Eindruck bei deinem Gegenüber entstehen, dass du dich nicht wirklich für die Position interessierst.
Tipp 4: Beteilige dich unbedingt an Meetings und Konferenzen
Dieser Tipp ist für Introvertierte besonders wichtig: Denn selbst wenn sonst alles gut läuft, man sich wohl fühlt und produktiv ist, sind es immer noch die Beziehungen, die einem beim nächsten Schritt hinauf auf der Karriereleiter helfen. Das bedeutet auch, von Kollegen und Vorgesetzten gesehen zu werden. Wer selbst nichts zum Kern der Konferenz beizutragen hat, kann trotzdem bereits vor der Konferenz aktiv werden. Etwa, indem man dem Vorgesetzten eine Mail schreibt, in der man ihm mitteilt, zu welchen Punkten man sich noch gern äußern würde. So kann die erste Hürde für Introvertierte in Meetings – nämlich den Mut zu finden, vor anderen zu sprechen – etwas herabgesetzt werden. Das kann sich auch mit der Zeit steigern: Sind es bei der ersten Konferenz noch zwei Redebeiträge, sind es bei der nächsten oder übernächsten vielleicht auch schon drei.
Tipp 5: Gehaltsverhandlungen selbstbewusst angehen
Ähnlich wie bei Bewerbungsgesprächen gilt: Hier sind Introvertierte klar im Nachteil, denn sie können sich anders als Extrovertierte nicht auf ihr Charisma verlassen. Stattdessen kann es sinnvoll sein, rationale Argumente zu finden, die für eine Gehaltserhöhung sprechen würden. Diese vorher herauszuarbeiten, kann ein Gefühl von Sicherheit vermitteln – und das steigert wiederum die Selbstsicherheit. Auch die Minimal- und Maximalforderungen sollten für Introvertierte am besten schon vorher ganz klar feststehen. Damit gibt es „Leitplanken“, die helfen, sich auch im Gespräch erneut bewusst zu machen, wohin die Verhandlung führen soll.
Tipp 7: Netzwerken um erfolgreich zu sein – aber auf introvertiert
Netzwerkveranstaltungen sind für Introvertierte ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite können Sie beim Erklettern der Karriereleiter immens helfen – doch auf der anderen Seite sind sie extrem energieraubend und schwierig für Menschen ohne starke soziale Ader. Etwas das aber immer hilft, sind gemeinsame Interessen. Wer hat auch Interesse an meinem Fachgebiet? Oder die gleichen Hobbys? Diese Interessen lassen sich auch schon vorab auskundschaften, etwa auf LinkedIn oder durch Gesprächen mit bereits bekannten Kollegen. Wer besonders mutig ist, kann auch schon vorab eine Nachricht verschicken, um Gesprächsinteresse zu bekunden. Und: Keine Sorge vor Ghosting – jeder ist mal beschäftigt oder zu lustlos, um auf Nachrichten zu antworten. Das ist selten wirklich persönlich gemeint.





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