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Wir leben in einer Zeit, in der Daten mehr wert sind als bares Geld. Sie ermöglichen es nämlich, eine ganze Reihe von Anwendungen durchzuführen, die über ein reines Register weit hinausgehen. Besonders beim Betreiben von großen Systemen ist ein konstanter Datenfluss essenziell. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Daten möglichst offen und wenig eingeschränkt sind. So entstehen automatische Lösungen und Leitsysteme, die mit einem rein menschlichen Betrieb den Aufgaben der Zukunft schlicht nicht gewachsen sind.

Die Definition eines Echtzeit-Service-Ökosystems

Der lange, umständliche Begriff beschreibt letztlich immer ein System, das gleichzeitig in Echtzeit Daten aufnimmt und veröffentlicht. Wer schon einmal ein Sportereignis mit Live-Wetten verfolgt hat, der hat also dementsprechend schon einmal ein solches System in Aktion erlebt. Das System hat immer eine feste, vorgeschriebene Aufgabe und macht den gegenwärtigen Status des Tätigkeitsfeldes permanent für den Nutzer verfügbar. Der große Vorteil hier ist, dass der Nutzer den Vorgang nicht selbst überwachen muss. Stattdessen kann er die Daten, die das System publiziert, für eine ganze Reihe von anderen Dingen nutzen. Dazu zählt zum Beispiel die kommerzielle Anwendung oder auch die statistische Auswertung.

Typische Beispiele

Abgesehen von Live Wetten gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Verwendungen für ein solches System. Ein Verkehrsleitsystem ist zum Beispiel eine viel genutzte Variante. Anhand eines laufenden Stroms aus verschiedenen Daten überwacht das System die gegenwärtige Situation des Verkehrs. Wenn es zu Verstopfungen kommen sollte, dann meldet das System das sofort und reguliert den Verkehr direkt über Umleitungen oder Hinweise. Auch das Stromnetz ist ein gutes Beispiel für ein solches System. Das Netz erkennt immer sofort, wo gerade mehr Strom gebraucht wird und leitet die verfügbare Elektrizität dementsprechend um. So wird die Energie immer am effizientesten genutzt.

Was sind offene Daten?

Für das Betreiben eines solchen Systems benötigt man eine Unmenge an verschiedenen Daten. Diese müssen aber eine Reihe von Kriterien erfüllen. So ist es wichtig, dass die Daten in keiner Weise eingeschränkt sind und immer frei zur Verfügung stehen. Außerdem müssen sie in einem gängigen Format erhältlich sein, damit das System sich nur auf üblicherweise verfügbare Werkzeuge verlassen kann. Auf der rechtlichen Seite ist es so, dass die Daten für die Weiterverwendung lizenziert sein müssen oder am besten gar nicht erst unter eine bestimmte Lizenz fallen. Und schließlich müssen die Daten ständig erneuert und auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Wie stützen offene Daten das Ökosystem?

Wenn diese offenen Daten verfügbar sind, können Systeme damit eine ganze Menge von leistungsfähigen Anwendungen generieren. Durch die Offenheit und die Standardisierung der Daten ist ein System in der Lage, die Situation mit unterschiedlichen Subsystemen aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren. Das ermöglicht dann eine sehr umfassende Abbildung des gegenwärtigen Zustandes. Da die Daten meist auf lokaler Ebene generiert und dann direkt in das System eingespeist werden, kann ein Ereignis, das normalerweise nicht registriert würde, im gesamten System eine Reaktion veranlassen. Das ist zum Beispiel besonders wichtig beim Katastrophenschutz, wo es um eine frühe Erkennung und sehr schnelle Reaktion geht.

So entsteht ein Mehrwert

Wenn man diese Datenflüsse verfolgt, erkennt man schnell, dass ein System aus scheinbar nicht verbundenen Daten ein Ergebnis produzieren kann, das ohne offene Daten nicht möglich wäre. Falls man zum Beispiel den Wind, die Feuchtigkeit und den Meeresspiegel gleichzeitig überwacht, kann man ein sehr genaues Bild über die Lage des Wetters erstellen. Oftmals sind all die Daten für sich genommen nicht besonders wertvoll. Die Einspeisung in ein holistisches System, das dann eine Gesamtsituation abbildet, macht sie aber besonders wertvoll als Puzzleteile eines Großen Ganzen. Der Trick ist dann lediglich, genau die Datenströme zu finden, die dann auch ein richtig belastbares Ergebnis erzielen.

Potenzielle Anwendungen

Aus dieser Perspektive gesehen sind die Anwendungen für solche Ökosysteme fast grenzenlos. Das beginnt beim eigenen Aquarium, das von einer automatischen Überwachung aller Kernwerte profitiert. Auch für das Einsparen von Strom im eigenen Zuhause sind Smart Systeme bereits ein relativ bekanntes Phänomen. Für die Zukunft kann das aber auch zum Beispiel im Arbeitsmarkt Anwendung finden. Je nachdem, wie sich der Markt entwickelt, startet das System automatisch Einstellungskampagnen. So sind die fachlich versierten Arbeitskräfte genau dann verfügbar, wenn sie gebraucht werden. Das Ziel ist es also auf lange Sicht, die Probleme zu reduzieren oder gar ganz aus der Welt zu schaffen, bevor sie überhaupt passieren.

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