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Immer mehr Menschen nutzen statt Suchmaschinen für ihre Fragen direkt KI-Chatbots wie ChatGPT, DeepSeek oder Copilot. Auch die Suchmaschinen selbst präsentieren immer häufiger an erster Stelle KI-Antworten statt Webseiten in ihren Ergebnissen. Wer hier auftaucht, kann rasch an Sichtbarkeit gewinnen – doch wer es nicht tut, verliert mit der Zeit immer mehr Klicks. Die Antwort auf diese neue Suchrealität: GEO (Generative Engine Optimization) und LLMO (Large Language Model Optimization). Statt für Rankings optimisiert man nun für mehr Relevanz in KI-Antworten. Einfache Keyword-Strategien reichen hier nicht mehr aus – stattdessen sind Inhalte gefragt, die auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sind. Klassisches SEO bleibt zwar weiterhin wichtig, doch in diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Sichtbarkeit über eine neue Strategie gewinnen kannst.

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Was ist „Jobs to be done“ und wie kann ich damit arbeiten?

Das sogenannte „Jobs to be done“-Framework (JTBD) ist eine Denkweise, bei der man den Fokus weg vom Produkt selbst auf den Kunden und seine Bedürfnisse rückt. Die zentrale Idee, popularisiert durch den Harvard-Professor Clayton Christensen, ist recht simpel. Sie lautet, dass Kunden Produkte oder Dienstleistungen „beauftragen“, um einen spezifischen Zweck für sie zu erfüllen. So soll ein bestimmtes Problem gelöst oder ein Fortschritt erzielt werden. Tatsächlich kaufen Kunden also nicht das Mittel, sondern den Zweck oder das Endergebnis.

Entsprechend muss hier auch die Strategie angepasst werden. Wenn jemand nach Keywords wie „Businessplan Vorlage“ sucht, dann steckt dahinter ein spezielles Bedürfnis. In diesem Fall ist es etwa, professionell aufzutreten und die Finanzierung zu sichern. JTBD trifft grundsätzlich auch auf jeden Fall zu, bei dem etwas gesucht wird – auch wenn die Motivation hinter ein und dem selben Keyword jeweils eine andere sein mag. Ziel ist es also, den eigentlichen Kern des Problems zu erkennen, das dein Produkt lösen kann.

In drei Schritten eine Strategie für KI-Antworten entwickeln

JTBD ist allerdings nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer GEO- / LLMO-Strategie für KI-Tools wie ChatGPT. Bevor du an spezifischen Optimierungen arbeitest, beantworte zunächst die Frage: Welches Problem möchte ich lösen? KI-Modelle belohnen vor allem Relevanz. Daher werden Antworten und Texte zitiert, die direkt auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe eingehen.

Schritt 1: SEO-Potenzial in Support-Anfragen und Sales-Gesprächen identifizieren

Häufig liegen die wertvollsten Informationen schon längst im eigenen Unternehmen. Es lohnt sich, auf den Kanälen zu suchen, über die Kunden mit dir kommunizieren:

  • Einerseits lohnt es sich, die Support-Anfragen nach wertvollen Hinweisen auf ungelöste „Jobs“ zu durchforsten. Schaue dafür nach Fragen, die immer wieder auftauchen. Welche Fragen stellen die Kunden oft, bevor sie eine Lösung finden?
  • Besonders das Sales-Team weiß häufig Bescheid, welche „Jobs“ am Ende zum Verkauf führen – nutze dieses Potenzial, um deine Inhalte zu optimieren.
  • Nutze die Sprache, mit der deine Zielgruppe ihre Herausforderungen beschreibt. Häufig sind es nicht zwingend Fachbegriffe, die besonders relevant und nah an ihrer Situation sind.

Schritt 2: Echte Userfragen für deine Strategie zu KI-Antworten recherchieren

Wie schon im ersten Schritt beschrieben, kann es äußerst nützlich sein, sich das Verhalten der Zielgruppe genauer anzuschauen und sich diesem anzupassen:

  • Als besonders hilfreich erweist sich die Suche nach „Jobs“ auf Q&A-Plattformen und Communitys wie Reddit oder Gutefrage.net. Auch YouTube-Kommentarspalten können hilfreich sein. Tipp: Suche nach Beiträgen mit Ausdrücken wie „Wie kann ich“, „Problem“, „Frage“ oder ähnlichem.
  • Analyse-Tools wie AnswerThePublic oder AlsoAsked können visualisieren, welche Fragen rund um bestimmte Keywords eingegeben werden. So wird dir direkt angezeigt, welche Themen besonders relevant sind.
  • Nutze Kundenrezensionen von dir und deiner Konkurrenz. Diese geben Aufschluss darüber, für welche Problemlösungen Kunden besonders dankbar sind und welche „Jobs“ noch ungelöst sind.

Schritt 3: Erkenntnisse nutzen, um Kernprobleme zu formulieren

Nach deiner Recherche steht dir einiges an Rohmaterial zur Verfügung – jetzt gilt es, Nägel mit Köpfen zu machen. Das bedeutet: Muster erkennen und Kernprobleme auf den Punkt bringen. Dafür müssen die gesammelten Informationen geclustert werden. Trage alle gefundenen Probleme, Fragen und Bedürfnisse zusammen und gruppiere jene, die zueinander passen. Dafür kannst du auch ChatGPT oder andere Chatbots nutzen, um Zeit zu sparen.

Anschließend lohnt es sich, einige klare JTBD-Sätze zu formulieren, indem du für jedes Themencluster folgende Fragen beantwortest:

  • Wann braucht mich der Kunde?
  • Was will der Kunde erreichen?
  • Wozu ist das wichtig?

Inhalte an die KI-Antworten anpassen

Wenn dein JTBD nun klar für dich ist, kannst du anfangen, Inhalte zu entwickeln und anzupassen, die speziell auf die Kriterien der KI-Modelle wie ChatGPT zugeschnitten sind. Solche Inhalte können helfen, deine Sichtbarkeit zu erhöhen und dich in der LLMO- und GEO-geprägten Content-Landschaft zu positionieren. Das bedeutet: Bedürfnisse erkennen und in KI-fähige Strukturen übersetzen. Wer langfristig sichtbar bleiben will, wird auf diese Strategie langfristig nicht verzichten können.

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