SEO-Tipp: Ranking verbessern durch interne Links

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Suchmaschinen belohnen diejenigen Seiten mit guten Rankings, die sich als besonders relevant für die Suchanfrage des Nutzers darstellen. Neben der Ausrichtung der Seite auf bestimmte Suchbegriffe ist daher auch die Einordnung der jeweiligen Seite in das Gesamtkonstrukt der Webseite ein wichtiges Signal für die thematische Relevanz.

Gerade Google bezieht bei der Analyse der hierarchischen Organisation auch deren semantische Bedeutung ein. Dadurch entsteht eine ontologische Betrachtung auf die Dokumente einer Seite. (Im Unterschied zu einer Taxonomie, die nur eine hierarchische Untergliederung bildet, stellt eine Ontologie ein Netz von Informationen mit logischen und semantischen Relationen dar.)

Dies bedeutet, dass interne Links von und zu den einzelnen Seiten genauer betrachtet werden sollten: Haben diese überhaupt einen sinnvollen Bezug zur aktuellen Information und dem Bedürfnis des Nutzers, oder sind es überflüssige Verweise zu irrelevanter Information?

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Ontologie durch interne Verlinkung

Beim Siloing wird eine große Webseite in mehrere thematisch voneinander abgegrenzte Seitenbereiche (die sog. Silos) gegliedert. Die Verlinkungen werden dann ausschließlich auf Seiten innerhalb des jeweiligen Silos fokussiert.

Es sollten jeweils nur wirklich relevante Seiten und passende Informationen auf einer Seite verlinkt werden, die das Informationsbedürfnis des Nutzers befriedigen. In der Suchmaschinenoptimierung wird dieses Konzept auch unter dem Begriff des „Siloing“ zusammengefasst. Dies führt zum einen zur Reduktion der Anzahl von allgemeinen Links auf jeder Seite und somit zur Stärkung der relevanten Links und verbessert zum anderen die ontologische Organisation der Seite durch thematisch passende Verlinkungen.

Demnach sollte die Menge an Verlinkungen auf ein relevantes Minimum begrenzt werden, um den Benutzer nicht zu überfordern und die Zahl der Links, die sich fest auf jeder Seite wiederholen, zu begrenzen.

Tipp: Top-Seiten prominent verlinken

Besonders hilfreich sind selbstoptimierende Systeme bei der internen Verlinkung, welche automatisch besonders wichtige oder aktuelle Seiten prominent verlinken. Gerade bei Onlineshops mit großem Sortiment oder auch inhaltsreichen Webseiten wie Blogs oder Magazinen kann ein solches System dafür sorgen, dass beliebte Seiten und Produkte oder auch saisonal besonders häufig besuchte Seiten automatisch in Linklisten auf relevanten Seiten ausgespielt werden und somit passend zum steigenden Suchvolumen auch für die Suche besonders priorisiert verlinkt werden.

Auf vielen Shops sorgt beispielsweise ein Widget in der Seitenleiste dafür, dass die Top-Seller des Shops oder die meistverkauften Artikel für den Nutzer und die Suchmaschine prominent platziert sind und reagiert damit automatisch auf Vorlieben und Trends wie auch saisonale Suchanfragen.

Linktexte

Der Linktext ist ein sehr starkes Signal an die Suchmaschine und umfasst alle Worte des anklickbaren Teils in einem Link. Er befindet sich innerhalb des Tags. Dieser Text teilt Nutzern und Google etwas über den Inhalt der verlinkten Seite mit. Egal ob interne oder externe Links zu fremden Seiten, je besser der Linktext, desto einfacher fällt dem Nutzer die Navigation und desto besser versteht Google, wovon die Seite, auf die verlinkt wird, handelt.

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Checkliste: Interne Verlinkung

  • Verlinke von jeder Seite sinnvolle weitere Seiten, die dem Nutzer bei der Zielerreichung helfen können.
  • Passende Linktexte helfen, die verlinkten Inhalte zu vermitteln.
  • Verwende jeden Linktext nur für eine Zielseite um interne Konkurrenz zu vermeiden.
  • Wähle eine Formatierung, die den verlinkten Text hervorhebt, damit der Nutzer diesen Link vom normalen Text unterscheiden kann und auch zur Navigation innerhalb der Website benutzt.

10 häufige Fehler bei der internen Verlinkung

1. Mehrere Links zum selben Ziel

Befinden sich auf einer Seite mehrere Links zum selben Ziel, wird nicht mehr Linkkraft übertragen, aber die Anzahl der Links erhöht, was zu einer Ausdünnung der Linkkraft aller Links führt.

2. Zu wenige Links auf einzelnen Seiten

Für die Suchmaschine ist es enorm wichtig, dass jede Unterseite ausreichend verlinkt wird und diese dadurch genügend Relevanz zugewiesen bekommt.

3. Zu viele Links auf einzelnen Seiten

Je nach Stärke einer Seite sollten sich nicht mehr als 100-200 Links auf jeder Seite finden, damit der einzelne Link noch ausreichend Kraft vererben kann.

4. Interne Konkurrenz durch Überpriorisierung von Unterseiten

Sind Unterseiten auf Mehrwortkombinationen ausgerichtet und zu prominent verlinkt, konkurrieren diese oft mit übergeordneten Kategorieseiten und verschlechtern dadurch die Performance insgesamt.

5. Internes Nofollow

Interne Links mit dem Nofollow-Attribut lassen Linkjuice verpuffen und stärken nicht die übrigen Links auf der Seite. Daher immer vermeiden.

6. Umleitungen auf die Startseite

Diese behandelt Google als „Soft 404-Fehler“.

7. Links auf Weiterleitungen

Interne Links, die erst über eine oder mehrere Weiterleitungen gehen, sollten umgestellt werden.

8. 302-Weiterleitungen

Diese sollten möglichst vermieden werden, da die URLs weiterhin indexiert bleiben.

9. Unklare interne Linktexte

Seien Sie explizit. Klare und deskriptive Linktexte helfen dem Nutzer und der Suchmaschine.

10. Canonical-Link auf paginierten Seiten

Werden die Seiten zwei und folgende auf die erste Seite einer Paginierung kanonisiert, wertet Google die internen Links dieser Seiten nicht mehr aus.

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