10 Technologie-Trends für 2019

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10 Technologie-Trends für 2019

10 Technologie-Trends für 2019


Das Forschungs- und Beratungsunternehmen Gartner beschäftigt sich mit Technologie-Trends. Es geht davon aus, dass zukünftig Blockchain, Quantencomputer, erweiterte Analytik und künstliche Intelligenz (KI) nicht nur für technische Störungen, sondern auch für neue Geschäftsmodelle sorgen.

KI-Roboter werden gerne in Science-Fiction-Filmen als Bösewichte dargestellt. Dennoch setzen einige Technologie-Unternehmen sie heute zur Sicherheit ein. Unternehmen wie Microsoft und Uber nutzen Knightscope K5-Roboter, um Parkplätze und große Außenbereiche zu überwachen. Damit können sie Verbrechen vorhersagen und verhindern. Die Roboter lesen Nummernschilder, melden verdächtige Aktivitäten und sammeln Daten, um sie an ihre Besitzer zu melden.

Diese KI-gesteuerten Roboter sind nur ein Beispiel für „autonome Dinge“. Die Zukunft wird davon geprägt sein, dass intelligente Geräte überall digitale Dienste anbieten.

Die „Gartner Top 10 Strategic Technology Trends“ zeigen sich verändernde oder noch nicht allgemein anerkannte Trends, die sich bis 2023 auf die Industrie auswirken und sie verändern werden:

1. Autonome Dinge

Ob Autos, Roboter oder Landwirtschaft: Autonome Dinge nutzen Künstliche Intelligenz (KI) um Aufgaben zu erfüllen, die traditionell vom Menschen erledigt werden. Die Komplexität der Intelligenz variiert, aber alle autonomen Dinge nutzen die KI, um natürlicher mit ihrer Umgebung zu interagieren.

Autonome Dinge gibt es in fünf Arten

      • Robotik
      • Fahrzeuge
      • Drohnen
      • Geräte
      • Agenten

Diese fünf Arten decken vier Umgebungen ab

      • Wasser
      • Land
      • Luft
      • digital

Sie alle arbeiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten, unterschiedlicher Koordination und Intelligenz.

So kann sich beispielsweise eine Drohne, die in der Luft mit menschlicher Unterstützung betrieben wird, mit einem landwirtschaftlichen Roboter verbinden, der völlig autonom auf einem Feld arbeitet.

Dies ergibt sehr viele Einsatzmöglichkeiten für autonome Dinge. Praktisch jede Anwendung, jeder Service und jedes Objekt wird eine Form von Künstlicher Intelligenz (KI) beinhalten, um Prozesse oder menschliche Handlungen zu automatisieren oder zu erweitern.

EXTRA: KI: Vor- und Nachteile von Robotern am Arbeitsplatz

2. Erweiterte Analytik

Für Datenwissenschaftler gibt es immer mehr Daten, welche sie analysieren müssen und aus denen sie Schlussfolgerungen ziehen können. Angesichts der Datenmenge ist es unmöglich, alle Szenarien auszuschöpfen, so dass Unternehmen wichtige Trends verpassen könnten.

Die erweiterte Analytik ist ein Bereich der erweiterten Intelligenz, welche Machine Learning (ML) anstelle von Datenwissenschaftlern einsetzt.

Bis 2020 werden mehr als 40 % der Aufgaben in der Datenwissenschaft automatisiert sein.

3. KI-gesteuerte Entwicklung

Da Unternehmen während der Entwicklung zunehmend KI-gestützte Tools und Technologien einsetzen, wächst der Bedarf an einfach zu bedienenden Tools.

Gartner erklärt, dass dies zu einem „Citizen Application Developer“ führen wird. Durch seine Hilfe können Nicht-Profis mit KI-basierten Tools neue Lösungen finden. Und das mit einem neuen und verbesserten Maß an Flexibilität und Komplexität.

4. Digital Twin

Ein digitaler Zwilling ist eine digitale Darstellung, die ein reales Objekt, einen Prozess oder ein System widerspiegelt. Die Idee eines digitalen Zwillings ist nicht neu. Es basiert auf computergestützten Darstellungen von Dingen oder Online-Profilen von Kunden.

Digitale Zwillinge können die Entscheidungsfindung in Unternehmen verbessern, indem sie Informationen über Wartung und Zuverlässigkeit, Einblicke in die Leistungsfähigkeit eines Produkts, Daten über neue Produkte und Effizienzsteigerung liefern.

Digitale Zwillinge eines Unternehmens entstehen, um Modelle für organisatorische Prozesse zu erstellen, die eine Echtzeitüberwachung ermöglichen und eine verbesserte Prozess-Effizienz ermöglichen.

5. Empowered Edge

Edge Computing ist eine Technologie, die sich auf die Endgeräte der Nutzer bezieht. Bei der Informationsverarbeitung, Sammlung und Bereitstellung von Inhalten wird die Technologie näher an den Informationsquellen platziert.

Mit der Entwicklung des Internet der Dinge (IoT) ergibt sich die Notwendigkeit, die lokale Verarbeitung voranzutreiben und nicht mehr zwischen zentralen Cloud-Servern zu wechseln.

Bis 2028 erwartet Gartner eine stetige Zunahme der Einbettung von Sensor-, Speicher-, Rechen- und erweiterten KI-Funktionen in Edge-Geräten.

6. Immersive Technologien

Bis 2028 werden Technologien wie Augmented Reality (AR), Mixed Reality (MR) und Virtual Reality (VR), die die Wahrnehmung der Welt verändern, zu einem neuen immersiven Erlebnis führen.

So werden künftig Gesprächsplattformen, ob mit virtuellen persönlichen Assistenten oder Chatbots, erweiterte sensorische Kanäle beinhalten: Emotionen können basierend auf Gesichtsausdrücken erkannt und zur Interaktion genutzt werden.

EXTRA: Was ist ein Chatbot und was bringt er Unternehmen?

7. Blockchain

Durch Blockchain vermitteln Unternehmen Vertrauen und Transparenz.

So können Verbraucher eine Transaktion verfolgen, ohne dass eine zentralisierte Partei (z.B. eine Bank) erforderlich ist. Dies reduziert Geschäftsprobleme erheblich und hat Anwendung im Finanzbereich gefunden, dehnt sich aber auf Behörden, Gesundheitswesen, Fertigung, Lieferkette und andere aus.

Blockchain könnte potenziell:

  • die Kosten senken
  • die Abwicklungszeiten verkürzen
  • den Cashflow verbessern

8. Smart Spaces

Ein intelligenter Raum (Smart Spaces) ist eine physische oder digitale Umgebung, in der Mensch und Technologie in einem offenen, vernetzten, koordinierten und intelligenten Ökosystemen interagieren.

Der Trend intelligenter Räume zeigt sich in Smart Cities, digitalen Arbeitsplätzen, Smart Homes und vernetzten Fabriken.

Hier ist ein Beispiel für den Katastrophenschutz:

9. Digitale Ethik und Datenschutz

Die Verbraucher sind sich des Wertes ihrer personenbezogenen Daten zunehmend bewusst. Unternehmen sollten daher sehr auf digitale Ethik und Datenschutz achten.

Gespräche über den Datenschutz müssen auf Ethik und Vertrauen beruhen. Das Gespräch sollte sich von „Sind wir konform?“ zu „Tun wir das Richtige“ bewegen?

Regierungen planen oder verabschieden zunehmend Datenschutzgesetze, die Unternehmen einhalten müssen. Und Verbraucher schützen oder entfernen sorgfältig Informationen über sich selbst. Unternehmen müssen das Vertrauen des Kunden gewinnen und bewahren, um erfolgreich zu sein. Und sie müssen mit internen Werte sicherstellen, dass die Kunden sie als vertrauenswürdig ansehen.

10. Quantencomputer

Eine Möglichkeit, sich den Unterschied zwischen traditionellen und Quantencomputern bewusst zu machen, ist die Vorstellung einer riesigen Bibliothek von Büchern. Während ein klassischer Computer jedes Buch in einer Bibliothek linear lesen würde, würde ein Quantencomputer alle Bücher gleichzeitig lesen. Quantencomputer sind theoretisch in der Lage, Millionen von Berechnungen auf einmal durchzuführen.

 

Dieser Artikel wurde von Kasey Panetta auf Englisch verfasst und am 15.10.2018 auf gartner.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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