Am Montag fällt in München der Startschuss für die zwölfte Ausgabe der Bits & Pretzels. Vom 28. bis 30. September versammelt das Gründerfestival rund 7.500 Teilnehmer – darunter 2.000 Investoren, Startup-Gründer, Unternehmenslenker und politische Entscheidungsträger aus ganz Europa und darüber hinaus. Das diesjährige Leitmotiv lautet „Human After All“ und setzt damit einen gezielten Gegenpol zur allgegenwärtigen KI-Euphorie. Statt Algorithmen stehen die Menschen hinter den Geschäftsideen im Mittelpunkt: Widerstandsfähigkeit, Urteilskraft und persönliche Netzwerke als Erfolgsfaktoren in turbulenten Zeiten. Mit mehr als 300 angekündigten Speakern, einem dicht getakteten Konferenzprogramm auf dem Münchner Messegelände und dem traditionellen Finale im Schottenhamel-Festzelt auf dem Oktoberfest verbindet die Veranstaltung einmal mehr Wissenstransfer, Investorenkontakte und bayerische Geselligkeit zu einem in Europa einzigartigen Format.

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Mehr News und Infos rund ums Thema Gründerszene findest du am Ende dieses Beitrags.

Trevor Noah, Uber-Chef und deutsche Prominenz auf einer Bühne

Für den größten Auftritt sorgt Trevor Noah: Der Emmy-Preisträger, Bestsellerautor und ehemalige Gastgeber der „The Daily Show“ hält die zentrale Keynote. „Trevor Noah besitzt die einzigartige Fähigkeit, Menschen durch Neugier und Humor zusammenzubringen“, so die drei Bits-&-Pretzels-Gründer. Neben ihm steht Medienunternehmer und Podcast-Star Steven Bartlett („The Diary of a CEO“) auf dem Programm.

Kurz vor dem Festival kam eine besonders hochkarätige Ergänzung hinzu: Uber-CEO Dara Khosrowshahi, wie „Leadersnet“ berichtete. Die Veranstalter betonen, „seine Strategie, unter Druck zu skalieren, ist etwas, das jeder Gründer hören sollte.“ Auch aus Deutschland und der Politik sind prominente Namen dabei: Entertainer Joko Winterscheidt, Investor Carsten Maschmeyer, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Digitalminister Karsten Wildberger sowie EU-Kommissarin Ekaterina Zaharieva.

Zwei Tage Programm, 21.000 Meetings

Die eigentliche Konferenz findet am Montag und Dienstag auf dem ICM-Messegelände statt. Über 300 Speaker teilen dort in Keynotes, Panels und Masterclasses ihre Erfahrungen – thematisch reicht das Spektrum von angewandter Künstlicher Intelligenz über Deeptech und Fintech bis hin zur Raumfahrttechnologie.

Neben den Bühnenformaten setzt das Festival auf gezielte Vernetzung: Rund 21.000 persönliche Meetings zwischen Gründern und Investoren sollen durch ein kuratiertes Matchmaking-System ermöglicht werden. Das Investorenprogramm bringt mehr als 2.000 Kapitalgeber zusammen, während der CIO AI Summit Führungskräfte etablierter Unternehmen mit der Startup-Szene vernetzt. Auf der Startup Exhibition können junge Firmen zudem ihre Produkte einem breiten Fachpublikum präsentieren. Zu den vertretenen Risikokapitalgebern zählen namhafte Häuser wie Accel, General Catalyst und Sequoia – für Startups auf Finanzierungssuche keine schlechte Adresse.

Networking zwischen Maßkrügen und Meetings

Am Mittwoch, dem dritten und letzten Tag, verlässt das Festival das Messegelände und zieht auf die Theresienwiese. Im Schottenhamel-Festzelt – dort, wo traditionell auch das Oktoberfest angezapft wird – geht das offizielle Programm von 10 bis 12.30 Uhr über die Bühne. Mehr als 250 sogenannte Table Captains aus verschiedenen Branchen übernehmen dabei die Gastgeberrolle an den Tischen und sorgen dafür, dass jeder Teilnehmer mindestens zwei strukturierte Meeting-Runden erhält. Danach gehen die Gespräche bei Bier und in lockerer Atmosphäre weiter.

Genau dieses Finale macht die Bits & Pretzels zu einem Sonderfall unter Europas Startup-Konferenzen: Wo andere Events mit einer Abschlussrede enden, setzt München auf Maßkrüge und persönliche Begegnungen – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Human After All“.

Von Obama bis Noah – Münchens Startup-Tradition seit 2014

Hinter dem Festival stehen die drei Unternehmer Andy Bruckschlögl, Felix Haas und Bernd Storm van’s Gravesande, die Bits & Pretzels 2014 ins Leben riefen. Seitdem hat sich die Veranstaltung als feste Größe im europäischen Startup-Kalender etabliert – mit früheren Gästen wie Barack Obama, Arnold Schwarzenegger, Richard Branson und Jessica Alba.

Gastgeber Felix Haas sieht München als idealen Standort: „Die Stadt wächst rasant, insbesondere in den Bereichen Deeptech und Verteidigung, mit herausragenden Startups und Rekordfinanzierungsrunden. München entwickelt sich eindeutig zu einem der führenden Technologiezentren Europas.“ Wer dabei sein will, muss je nach Kategorie unterschiedlich tief in die Tasche greifen: Studierende zahlen ab 199 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, Startups ab 399 Euro, Investoren und Unternehmensvertreter ab 999 Euro.

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Felix Schneider

Felix Schneider ist seit November 2024 bei Unternehmer.de. Nach seinem Studium der Buch- und Medienwirtschaft in Leipzig und einem ersten Exkurs in den Onlinejournalismus beim PRINZ-Magazin entschied er sich, in der Messestadt zu bleiben. Heute ist er SEO & Autor für Unternehmer.de, News.de und Qiez.de. Hier schreibt er vor allem über neue Technologien wie KI und gibt Insights in die Perspektiven der Gen Z. Auch auf X und LinkedIn zu finden.

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