10 Gründe für die Firmen-Pleite von Gründern

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Der Schritt ins eigene Unternehmen kostet Mut. Umso enttäuschender, wenn die Firma schon zu Beginn Pleite geht. Lesen Sie hier die häufigsten Gründe für das schnelle Scheitern einer Firma.

Das Portal foerderland.de hat zehn Ursachen für den ausbleibenden Erfolg eines jungen Unternehmens zusammengestellt.

1. Mangelnde BWL-Kenntnisse

Eine gute Idee allein macht noch keinen Erfolg. Ein Mangel an betriebswirtschaftlichem Wissen ist ein häufiger Grund für das Scheitern einer Firma.

2. Größenwahn

Häufiger Fehler: Gründer überschätzen ihr Marktpotenzial. Der Firmenwagen und die Sekretärin gehen über die Fixkosten hinaus – das kann das Aus bedeuten.

3. Ansprüche der Familie

Ein neues Unternehmen verlangt viel Zeit – 60 Stunden pro Woche sind meist die Regel. Darunter leidet das Familienleben. Die Folge: Entweder die Familie oder das Unternehmen können in die Brüche gehen.

4. Ungenaue Marktanalyse

Ein Gründer muss seinen anvisierten Markt verstanden haben und mögliche Konkurrenten ins Auge fassen. Stehen Wettbewerber erst besser da, werden die eigenen Produkte nicht mehr nachgefragt.

5. Zielgruppe nicht erfasst

Die Bedürfnisse potenzieller Kunden sind wichtig. Werden die Wünsche der Zielgruppe nicht erfasst, scheitert erst das Produkt und dann das Unternehmen.

6. Bekannter Service

Produkte und Dienstleistungen werden leicht nachgeahmt. Die Kunden laufen eher davon, wenn sich der Gründer nicht eindeutig von seinen Wettbewerbern abhebt.

7. Schlechte Finanzplanung

Ein genauer Liquiditätsplan ist wichtig. Es kommt leichter zu Engpässen, wenn die Zahlungsfähigkeit falsch eingeschätzt wird. Das kann die Pleite bedeuten.

8. Chaotische Buchführung

Eine genaue Buchführung ist unerlässlich. Belege und Buchungen sollten korrekt abgelegt werden – ansonsten kann die Steuerprüfung das böse Erwachen bedeuten.

9. Einseitige Besetzung

In einem Unternehmen sind mehrere Fähigkeiten gefragt: Technisches Talent, Strategie, Finanzplanung und personelle Kompetenz sind gleichermaßen wichtig. Bei Einseitigkeiten droht schnell das Aus.

10. Schwächen werden nicht erkannt

Wer die rosarote Brille nicht absetzt, kann mögliche Risiken nicht erkennen. Eine Schwachstellen-Analyse ist daher wichtig für das Bestehen eines Unternehmens.
(uqrl)

www.foerderland.de

(Bild: © Herbie – Fotolia.com)

2 Kommentare

  1. Ich bin über das Online Portal „Redaktin Marktplatz Mittelstand“ auf diesen Artikel aufmerksam gemacht worde.
    Der Inhalt dieses Artikels erschreckt mich erneut und zwar weniger wegen der Tatsache, dass Unternehmensgründer scheitern sonder wegen der mangelnden Recherche warum Gründer in der Tat scheitern.
    Was hier aufgeführt wurde ist weder wissenschaftlich belegt noch in irgendeiner Statistik belegt, sondern basiert einfach auf Bauchaussagen von irgendwelchen Redakteuren.

    Ich habe meinen MBA in Entrepreneurship abgelegt und diese Thematik rauf und runter gepredigt bekommen.

    Es gibt klare abgesicherte Aussagen woran Gründer scheitern, die man auch im Netz oder in entsprechenden Fachzeitschriften finden kann.

    Wenn ich so schlecht recherchiere bzw. es völlig unterlasse, dann sollte man doch mitd em Schreiben derartiger Artikel es besser sein lassen.

    Nichts für ungut und viel Glück bei der Suche nach der Wahrheit im Netz.
    Gruß

    • Sicherlich gibt es gezieltere und ausführlichere Ansatzpunkte, an welchen Firmenpleiten festgemacht werden können und die u.a. anhand Erhebungen unter verschiedenen Akteuren (Insolvenzverwalter etc.) bestätigt wurden. Dieser Artikel verfolgt jedoch eine komplett anderen Ansatz, in dem er sich nicht ausschließlich auf betriebswirtschaftliche Faktoren bezieht und Einblick auf weitere Einflüsse, z.B. auch im familiären Bereich, eingeht. Letztere sind natürlich ungleich schwerer zu verifizieren und darüber hinaus auch stark vom einzelnen Charakter des Unternehmers abhängig.

      Dadurch liest sich der Artikel sicherlich nicht wie das zumeist „starre Wissen“ in betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern, sondern gibt unserer Meinung nach einen sehr kompakten Einblick in die verschiedenen Ebenen des potentiellen Scheiterns.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Philipp Preischl
      Unternehmer.de Redaktion

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