„Start-up Hacks“: Insider-Tipps von Gründern [Rezension]

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Start-Up-Hacks Was Unternehmen wirklich voranbringt [Rezension]

Eigentlich könntest du mit deinem Job zufrieden sein. Schließlich hast du ein geregeltes Einkommen. Du musst dir keine zusätzlichen Gedanken machen und deine Familie und Freunde sind auch stolz auf dich. Aber insgeheim bist du gelangweilt. Du bist gefangen in deiner täglichen Routine, deine Arbeit erfüllt dich einfach nicht. Schon länger spielst du mit dem Gedanken, ein eigenes Unternehmen zu gründen, hast dich bislang aber noch nicht getraut?

Genauso erging es dem Gründungsexperten und Podcaster Bernhard Kalhammer. Mit seinem Buch „Start-Up Hacks: Was Unternehmen wirklich voranbringt“ möchte er Leser wie dich dazu motivieren, den Sprung ins Ungewisse zu wagen und ihr eigenes Start-up-Unternehmen zu gründen. Seine Lösung für solche Herausforderungen? Einfach machen und loslegen. In seinem Buch zeigt er wie es funktioniert und liefert praxisnahe, erprobte Gründungs-Beispiele erfolgreicher Unternehmer, mit denen sich jeder identifizieren kann.

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Inhalt: Growth Hacking ist Alles

Doch zuerst die alles entscheidende Frage: Wie gewinnt man als Start-up Kunden für sein Unternehmen? Und wie sorgt man für Wachstum trotz fehlendem Marketing-Budget? Hier kommt das Growth Hacking ins Spiel:

Growth Hacking umfasst alle kreativen Taktiken bzw. Hacks, mit deren Hilfe man die eigenen Produkte oder Dienstleistungen an die jeweilige Zielgruppe bringt, ohne große finanzielle Mittel dafür aufzuwenden.

Ein Growth Hacker ist also immer ein Teil des Marketing-Teams und dafür zuständig, die Bekanntheit sowie die Reichweite zu erhöhen und für Wachstum innerhalb des Unternehmens zu sorgen. Zu den bekanntesten Hacks dieser Art zählen beispielsweise die Growth Hacks von Dropbox. Der Autor animiert an dieser Stelle den Leser dazu, sich ruhig von den smarten Strategien und Herangehensweisen vergleichbarer Unternehmen inspirieren zu lassen.

Aufbau: Von smarten Hacks und erfolgreichen Unternehmern

Das Buch ist insgesamt in drei Kapitel unterteilt, beginnt mit einer Vorstellung des Autors und schließt mit seinem Nachwort ab. Interessierte finden Anmerkungen und ein Stichwortverzeichnis am Ende des Buchs. Insgesamt führt der Autor drei Arten von Hacks an, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben:

Die 3 Startup-Hacks

  1. Pro Hacks: Diese dienen zum Einstieg und sind relativ einfach mit Tools umzusetzen, die dir meist kostenlos zur Verfügung stehen und leicht zugänglich sind.
  2. Expert Hacks: Diese erfordern ein tiefgründiges Verständnis und auch das nötige Growth Hacking Mindset von deiner Seite.
  3. Legendary Hacks: Die Königsklasse der Start-up Hacks. Diese erfordern eine sehr detaillierte Planung und Herangehensweise mit der nötigen Portion Glück. Dafür verzeichnen Hacks dieser Kategorie Reichweitenrekorde.

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Zu jedem Hack liefert der Autor dem Leser Handlungsempfehlungen zur Umsetzung für das eigene Start-up. Die Hacks sind folgendermaßen gegliedert:

  • Entstehungsgeschichte
  • Der größte Erfolg
  • Der größte Misserfolg bzw. der größte Fehltritt („Fuck-ups“)
  • Die besten Ratschläge der jeweiligen Unternehmer, die sie geprägt haben. Einige Beispiele: Wichtige Eigenschaften, Buchtipps oder auch effektive und produktive Morgenroutinen

Bernhard Kalhammer betont, dass es sich bei den behandelten Hacks nicht ausschließlich um klassische Growth Hacks handelt. Getreu dem Motto „Aus Alt mach Neu“ sind es vielmehr Neuinterpretationen oder kreative Abwandlungen von bereits bestehenden und erfolgreich erprobten Taktiken und Techniken.

Preis & Information

Start-Up-Hacks: Gründer verraten, was sie wirklich vorangebracht hatStart-up Hacks: Gründer verraten, was sie wirklich vorangebracht hat

Taschenbuch: 166 Seiten
Verlag: Redline Verlag (17. April 2019)
Preis: 19,99 €

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Gestaltung und Sprache

Durch die lockere, motivierende Sprache und persönliche Anrede schafft es der Autor, den Leser mitzunehmen und für das Thema Gründung zu begeistern. Ohne langes Ausschweifen und kein Blatt vor den Mund nehmend bringt er das, was er sagen möchte, stets auf den Punkt:

„Viele Menschen setzen sich abends vor die Einkommensvernichtungsmaschine namens Fernseher, gucken sich das Leben von anderen Menschen an, um sich ja nicht mit ihrem eigenen Leben beschäftigen zu müssen. Denn der Weg zum eigenen Kern, der ist oft wirklich beschissen und anstrengend.“

Dem Autor gelingt es, die Brücke zwischen biographischer Relevanz der interviewten Unternehmer und Leser-Nähe zu schlagen. Trotz des selben Aufbaus jedes Start-up Hacks, der stets mit der Entstehungsgeschichte der jeweiligen Gründer beginnt und mit deren Buch- oder Podcast-Tipps abschließt, lesen sich diese immer wieder aufs Neue sehr spannend. Insbesondere die „Fuck-ups“ und die Morgenroutinen der erfolgreichen Unternehmer lockern das Ganze nochmal auf.

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Zum Gründen inspirieren lassen

Wer nach einem Buch sucht, das er immer wieder als Nachschlagewerk und Inspirationsquelle nutzen kann, ist hier gut bedient. Bereits beim ersten Lesen fällt positiv auf, dass Bernhard Kalhammer bewusst Gründer gewählt hat, mit denen man sich als Leser identifizieren kann. Es handelt sich hierbei nicht um die großen Gründungsgurus, sondern Unternehmer, die einem auf Augenhöhe begegnen und denen nicht alles in die Wiege gelegt wurde. Insbesondere die offen und ausführlich beschriebenen Wendepunkte vom Scheitern zum Erfolg der jeweiligen Gründer lesen sich echt und machen die Inhalte somit noch greifbarer.

Wen es schon länger in den Fingern juckt ein eigenes Unternehmen zu gründen, liegt mit Bernhard Kalhammers Buch richtig. Der Autor liefert jede Menge fundiertes Wissen aus der Praxis und schafft es, dieses klar strukturiert und umsetzbar aufzubereiten. Sein Werk richtet sich an Gründungsfreudige, die nach Inspirationen suchen und dient als Praxissleitfaden dazu. „Start-up Hacks“ ist ein Buch, aus dem nicht nur Subscriber von Bernhard Kalhammers Startup-Podcast einen Mehrwert ziehen können.

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