Homeoffice oder Coworking? Ideen für’s passende Büro!

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Gründer und Freiberufler haben gerade in ihrer Anfangszeit mit einigen Hürden zu kämpfen, insbesondere die Finanzierung ist bei vielen Unternehmen sicherlich eines der größten Probleme. Viele Investitionen sorgen meist schneller als gedacht dafür, dass das vorhandene Budget bedrohlich schnell schwindet, dementsprechend suchen Unternehmen meist händeringend nach Möglichkeiten, um Kosten einzusparen.

Eine dieser Möglichkeiten ist auch die Nutzung passender Büroräume, denn nicht immer kann es zum arbeiten als Standort direkt das schicke Büro in der Innenstadt sein, stattdessen muss gerade zu Beginn häufig das Homeoffice genügen – darüber hinaus gibt es allerdings noch einige weitere attraktive Varianten, die sich bei genauerer Betrachtung für Unternehmen durchaus lohnen können.

Coworking-Spaces für Gründer & Selbständige problemlos nutzen

Eine interessante Möglichkeit sind zum einen die sogenannten Coworking-Areas, die mittlerweile in immer mehr Großstädten zu finden sind. Denn gerade das arbeiten im Homeoffice, das für viele Selbständige die Regel ist, kann auf Dauer doch recht einsam machen und sorgt im schlimmsten Fall sogar dafür, dass Kreativität und Inspiration einfach nicht mehr richtig fließen. In Coworking-Spaces kommen genau aus diesem Grund etliche unterschiedliche Berufsbranchen ( Coworker) beim arbeiten zusammen, darunter beispielsweise

  • Entwickler,
  • Übersetzer oder
  • Eventmanager.

Die Kosten für einen Platz in den Coworking-Räumlichkeiten – meist handelt es sich dabei um großzügige Großraumflächen, oftmals sogar mit Zugang zu professionellen Besprechungs- und Konferenzräumen – bewegen sich dabei je nach Bedarf zwischen etwa 10 Euro pro Tag oder rund 200 Euro im Monat, darüber hinaus bieten viele Einrichtungen aber auch andere Tarife an und ermöglichen im Vorfeld meist einen kostenfreien Probetag.

Die Vor- und Nachteile von Coworking-Spaces:Home Office oder Coworking? Ideen für's passende Büro!

Der professionelle Büroservice als Hilfe im Alltag

Mitunter kann es für Unternehmen auch ratsam sein, einige Bürotätigkeiten einfach auszulagern, zu diesem Zweck bietet sich ein Büroservice an. Oftmals fallen darunter beispielsweise typische Tätigkeiten eines Sekretärs, weshalb die Dienstleistung auch häufig als Sekretariatsservice bezeichnet wird. Folgende Leistungen werden dabei in der Regel abgedeckt:

  • Postservice für ein Unternehmen
  • Schreib- und Verwaltungsarbeiten werden von qualifizierten Fachkräften übernommen, zudem erfolgt bei Bedarf ein professioneller Besucherempfang
  • Telefonate werden entgegengenommen, weitergeleitet oder nach individuellen Vorgaben bearbeitet.

Gerade in wirtschaftlich nicht ganz so optimalen Zeiten ist die Inanspruchnahme eines solchen Services für Unternehmen durchaus empfehlenswert, denn hier fallen nur die Kosten an, für die tatsächlich auch eine Leistung erbracht wurde. Demnach können Fixkosten also effektiv minimiert werden und das jeweilige Unternehmen ist in der Lage, besonders flexibel zu agieren. Eine weitere, nicht unähnliche Möglichkeit ist außerdem auch das arbeiten im virtuellen Büro, das sich jedoch in einigen wichtigen Punkten vom Büroservice unterscheidet.

Arbeiten im virtuellen Büro: Räume einfach anmieten

Diese Option kommt zum Tragen, wenn die Dienstleistung selbst nicht in den Räumen des Kunden erbracht, sondern stattdessen eine andere Geschäftsadresse als Arbeitsplatz bereitgestellt wird. Büroräume müssen demnach also nicht dauerhaft angemietet werden, während dennoch eine ständige Erreichbarkeit gewährleistet werden kann. Oftmals können Unternehmen hier außerdem von der Tatsache profitieren, dass das virtuelle Büro sich meist in einer Toplage befindet und bei Bedarf auch Besprechungsräume bereitstellt.

Eine optimale Außenwirkung auf Partner und Kunden des Unternehmens kann so gewährleistet werden, es handelt sich also zum Großteil auch einfach um einen repräsentablen Aspekt. Im Idealfall sollten Gründer sich zu diesem Zweck jedoch an einen spezialisierten Anbieter wenden, der feste und vor allem transparente Preismodelle bietet.

Im Homeoffice arbeiten: Kosten & Arbeitsweg sparen

Natürlich sollte der Aspekt des Homeoffice trotz allem nicht außer Acht gelassen werden, wenngleich die professionelle Atmosphäre eines gemieteten Büros durchaus seinen Reiz haben dürfte und in vielen Fällen mehr Produktivität beim arbeiten verspricht. Gerade in der Anfangszeit der neuen Tätigkeit ist es jedoch Fakt, dass sehr viele Gründer und Freiberufler ihre Karriere im Arbeitszimmer oder gar in der eingerichteten Computerecke im Wohn- oder Schlafzimmer starten. Dies bringt offensichtliche Vorteile wie die Einsparung von Kosten für Unternehmen mit sich, denn schließlich muss keine zusätzliche Miete gezahlt werden und auch der Arbeitsweg wird eingespart.

Für den direkten Kundenverkehr ist es hingegen weniger ideal und repräsentativ so zu arbeiten, zudem haben viele Neugründer Probleme damit, sich daheim wirklich konstant auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Auf der anderen Seite ist der persönliche Austausch mit dem Kunden aber auch nicht grundsätzlich notwendig, hier spielt in vielen Fällen auch die gewählte Branche eine große Rolle.

Disziplin & die richtige Arbeitseinstellung: Nur so klappt arbeiten im Homeoffice!

Des Weiteren kommt es außerdem auf die individuelle Arbeitsweise des Selbständigen an, denn mit der nötigen Disziplin und Arbeitseinstellung kann das arbeiten im Homeoffice problemlos durchgehend genutzt werden. Am ehesten bietet es sich allerdings an, einfach einige Möglichkeiten auszuprobieren – während das eigene Homeoffice hier meist die erste Alternative ist, so können ein paar Tage bei einem Coworking-Anbieter ebenfalls sehr günstig genutzt werden und ermöglichen einen guten ersten Eindruck.

Der Beitrag wurde im Juli 2019 aktualisiert.

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4 Kommentare

  1. „Des Weiteren kommt es außerdem auf die individuelle Arbeitsweise des Selbständigen an, denn mit der nötigen Disziplin und Arbeitseinstellung kann das Home Office problemlos durchgehend genutzt werden“.
    Es ist wahr, aber Home Office ist nicht immer möglich, besonders wenn Kinder zu Hause sind. In diesem Fall ist Coworking eine wirklich gute Lösung.

  2. In Berlin bietet auch die GSG Gründern Büros und geht auf die Bedürfnisse der Gründer ein. Da ist halt ein Vorteil, dass die GSG bereits viele Gründer als Mieter hat und Gründer auch frühzeitig unterstützt.

  3. Homeoffice und Co-Working schliessen sich nicht aus, sondern funktionieren ganz gut auch zusammen. Einen Großteil der Arbeit kann man im Homeoffice machen, insbesondere, wenn intensive persönliche Kundenbetreuung gefordert ist. Für Meetings, Kundentermine „inHouse“ und dergleichen kann dann der Co-Working-Space oder auch das virtuelle Büro, wie http://youroffice.at herangezogen werden. Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen und die Effizienz gesteigert, sowie die Flexibilität gesichert. Eine Ideale Kombination!

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