Zu hohe Kosten? An diesen Stellen können Sie sparen!

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Viele Unternehmen müssen Kosten sparen. Wie Sie strategisch kürzen, ohne dass der Geschäftsbetrieb leidet, lesen Sie hier.

Das Unternehmer-Magazin Harvard Business Manager gibt Tipps, wie Sie als Unternehmer oder Abteilungsleiter Ihre Kosten um zehn bis dreißig Prozent senken können:

Veranstaltungen konsolidieren

Prüfen Sie, wo Sie Aktivitäten zusammenlegen können, zum Beispiel Firmenfeiern, Veranstaltungskarten oder bezahlte Weiterbildung. Wenn Sie Veranstaltungen mit anderen Abteilungen gemeinsam ausrichten, sparen Sie beispielsweise Kosten für Veranstaltungsorte oder Schulungsleiter.

Kosten senken: Personalmaßnahmen umsetzen

Lasten Sie unterbeschäftigte Mitarbeiter besser aus. Kündigen Sie konsequent Mitarbeitern, deren Leistung permanent hinter den Anforderungen zurückbleibt. Lassen Sie sich dabei nicht von Mitleid oder Nebenwirkungen wie Protest aus der Abteilung beeinflussen. Führen Sie gegebenenfalls neue Stellenbeschreibungen ein, um die bestqualifizierten Kandidaten zu identifizieren.

Leitungskosten reduzieren

Reduzieren Sie Budgets für Kontrolle und Koordination von Abteilungen, die mehr oder weniger die gleichen Aufgaben erledigen im Jahr zuvor. Faustregel: Die Arbeitsstunden für Kontrolle lassen sich für jedes Jahr um rund zehn Prozent reduzieren, in dem die Aufgaben der Abteilung weitgehend gleich bleiben – vorausgesetzt, die Fluktuation ist gering.

„Sonstige“ Kosten senken

Büromaterial, Telefon- oder Computerkosten: Fast immer lassen sich verschiedene „sonstige“ Ausgaben um 15 bis 20 Prozent reduzieren.

Kosten senken: Gehaltserhöhungen niedrig halten

Informieren Sie sich, wo Ihre Beschäftigten im Branchenvergleich stehen. Liegen die Gehälter nicht unter dem Durchschnitt, dann halten Sie die Erhöhungen übersichtlich – bei etwa ein bis zwei Prozent unter dem unternehmensweiten Durchschnitt des Vorjahres.

Sparvorschläge erneut vorlegen

Schlagen Sie Maßnahmen nach einer Ablehnung erneut vor, die kostengünstig die Produktivität steigern. Möglicherweise wurden die Konzepte nur aufgrund von Engpässen oder anderen Prioritäten abgelehnt.

Kostenträger prüfen

Schlüsseln Sie den Aufwand für die verschiedenen Aufgaben so weit wie möglich auf, zum Beispiel nach Region und Produktlinie. Prüfen Sie für jede Teilaufgabe, ob der Aufwand gerechtfertigt ist. Streichen Sie je nach Ergebnis zum Beispiel Koordinatoren oder fahren Sie überzogenen Service zurück.

Kosten senken: Prozesse anpassen

Prüfen Sie regelmäßig die internen Verwaltungsprozesse: Wo sind Anforderungen gesunken? Wo sind manuelle Prozesse überflüssig geworden? Wo lassen sich hohe Ausnahme-Kosten eliminieren? Wo können Sie durch besseres Timing sparen?

Vom Sicherheitsdenken verabschieden

Prüfen Sie, wo Sie Vorsorge-Maßnahmen reduzieren können: Setzen Sie viel Geld ein, um für unwahrscheinliche Ereignisse vorzusorgen? Ist in den vergangenen fünf Jahren überhaupt ein solcher Fall eingetreten? Wäre solch ein Ereignis zwar peinlich, aber nicht besonders teuer?

Parallele Aktivitäten abstimmen

Stimmen Sie verschiedene Abteilungen und Prozesse besser aufeinander ab, etwa um beim Einkauf von Büromaterial bessere Preise auszuhandeln. Koordinieren Sie auch die Geschäftsreisen Ihrer Mitarbeiter, um bei Hotelketten höhere Nachlässe zu bekommen.

Kosten senken: Aufgaben auslagern

Prüfen Sie, ob Sie interne Aufgaben kostengünstig auslagern können, etwa Lohnbuchhaltung, Vergütungsmanagement, Personalbeschaffung oder Mediaplanung. Outsourcing kann die Gemeinkosten deutlich senken und gleichzeitig die Leistung verbessern.

Doppelte Analysen eliminieren

Oft werden Transaktionen doppelt geprüft, wenn mehrere Abteilungen daran beteiligt sind. Überlegen Sie, wie Sie solche Analysen zusammenlegen können – etwa, indem nur eine Abteilung das Ereignis analysiert und dabei Informationen anderer Abteilungen einbezieht.

Ineffiziente Meetings streichen

Bis zu einem Fünftel der Arbeitszeit werden für Besprechungen aufgewendet. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Meetings effektiver machen, etwa durch besseres Vorbereiten, Zusammenlegen oder Streichen.

Kosten senken: Abteilungsübergreifend denken

Schrecken Sie auch vor grundlegenden Veränderungen nicht zurück. Vereinfachen Sie bei Bedarf zum Beispiel das Verfahren bei Bewerbungsgesprächen, bei Personalauswahl und bei Leistungsbeurteilungen.

Programme streichen

Streichen Sie gegebenenfalls ganze Aufgabenbereiche und Programme, wenn sie unrentabel sind – oder ihre Rentabilität unter dem unternehmensweiten Durchschnitt liegt.

Belastungen reduzieren

Prüfen Sie, ob eine Abteilung im Unternehmen einer anderen mit übermäßigem Aufwand zuarbeitet. Reduzieren Sie gegebenenfalls die Leistung. (uqrl)

www.harvardbusinessmanager.de

(Bild: © Digitalpress – Fotolia.com)

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1 Kommentar

  1. Die zwei größten Kostensäulen in einem Unternehmen sind Personal und Zeit, dh. ineffiziente Ablaufstrukturen.
    Um zu sparen, sollte man sich deshalb unbedingt auf diese zwei Säulen konzentrieren. Zudem ergänzend: Es sollte auch überlegt werden, welche Anschaffungen für das Unternehmen tatsächlich einen Mehrwert bieten, Prozesse vereinfachen etc. Und auch, ob es immer das teuerste Gerät sein muss.
    Zudem sind ein großer Kostenfaktor auch die aufgeschobenen Zahlungen der Kunden. Daher sollte frühzeitig über ein Debitorenmanagement (nachgedacht werden. Auch eine interne Kosteneinschätzung der Prozesse ist wichtig. So kann man feststellen, welche Prozesse intern zu teuer (da evtl. ungeschulte Mitarbeiter, oder zu lange Bearbeitungszeiten) und deshalb ausgelagert werden sollten.

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