So verhältst du dich gegenüber Steuerfahndern im Betrieb

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Ein Albtraum für jeden Unternehmer: Die Steuerfahndung steht vor der Tür. Weißt du, wie du gekonnt mit den Ermittlern des Finanzamtes umgehen kannst? Wir haben zehn Tipps für den Umgang mit Steuerfahndern im Betrieb zusammengestellt.

1. Die Steuerfahndung im Haus: Bewahre Ruhe

Leiste keinesfalls Widerstand und lass dich nicht zu emotionalen Äußerungen hinreißen.

2. Kontrolliere die Personen der Steuerfahndung

Stelle Namen, Dienststellung und Behörde der Fahnder fest. Kopiere deren Ausweise.

3. Lies den Beschluss der Steuerfahndung

Lass dir den Durchsuchungsbeschluss zeigen. Aus ihm ergeben sich die Befugnisse der Fahnder: Welche Steuerarten und Jahre sind betroffen?

Gilt die Fahndung dir selbst – oder einem Kunden oder Lieferanten?

4. Sichere dir Beistand

Ruf unverzüglich deinen Steuerberater an oder einen auf Steuerstrafrecht spezialisierten Anwalt. Bitte die Fahnder, bis zu seinem Eintreffen mit der Durchsuchung zu warten. Entbinde den Beistand nicht von seiner Verschwiegenheitspflicht. So kann er unangenehme Fragen abblocken.

5. Biete Hilfe an

Stelle einen Raum zur Verfügung, und Hilfsmittel für die organisatorische Abwicklung, falls erforderlich.

6. Verweigere die Aussage gegenüber der Steuerfahndung

Äußere dich nicht spontan zur Sache. Konsultiere vor jeder Stellungnahme den Berater.

7. Instruiere deine Mitarbeiter

Untersage deinen Angestellten strikt, Angaben zur Sache zu machen, Unterlagen herauszugeben oder beiseite zu schaffen. Rede nicht über die Aktion.

8. Wahren deine Rechte

Gib nichts freiwillig heraus: Akten oder Festplatten müssen förmlich beschlagnahmt werden.

Versiegele Unterlagen bis zur Klärung vor Gericht in einem Umschlag, wenn du Zweifel hast, ob die Fahnder sie mitnehmen dürfen.

Übergib bestimmte Materialien in Absprache mit dem Berater an die Ermittler, wenn der Durchsuchungsbeschluss nur diese Materialien betrifft.

9. Sichere die Unterlagen

Kopiere alles, was die Fahnder mitnehmen wollen, auch Festplatten. Verlange ein Verzeichnis aller beschlagnahmten Unterlagen.

10. Arbeite nach

Sprich die Ereignisse mit deinem Rechtsbeistand durch, sobald die Beamten weg sind. Haben sich die Fahnder korrekt verhalten und nur das mitgenommen, was sie durften? Lege eine Beschwerde ein, falls das nicht der Fall ist: Das verschafft dir einen Zeitgewinn – und führt eventuell dazu, dass bestimmte Unterlagen vom Finanzamt nicht eingesehen werden dürfen.

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