Klassische und moderne Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge

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3 Ratschläge für die finanzielle Absicherung im Alter
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Sich frühzeitig um die eigene Altersvorsorge zu kümmern, wird zunehmend wichtiger, um später die Versorgungslücke im Rentenalter zu schließen. Eine immer größere Rolle spielt dabei die private Altersvorsorge, die sich in eine Vielzahl an Maßnahmen aufteilen lässt – klassische wie auch moderne. Hier erfährst du im direkten Vergleich, wann welche Maßnahme sinnvoll ist.

Die private Altersvorsorge als dritte Säule

Altersvorsorge ist ein Thema, mit dem sich junge Menschen nicht gerne befassen. Es ist jedoch wichtig, sich damit frühzeitig auseinanderzusetzen, um die sogenannte Rentenlücke zu schließen. Falls sich am aktuellen Rentensystem nichts ändert, wirst du nämlich nach deinem Renteneintritt weniger Geld zur Verfügung haben als mit deinem letzten Gehalt. Wenn du deine Rente nicht anderweitig aufstockst, wirst du deinen Lebensstandard im Alter also nicht halten können. Wie hoch dieser finanzielle Unterschied ist, hängt vom Einzelfall ab. Es lohnt sich daher für jeden, auch für dich, einmal die eigene Rentenlücke zu berechnen.

Schon in jungen Jahren solltest du demnach überschlagen, wie viel Geld du im Alter zum Leben brauchst. Dabei spielen aber auch Faktoren eine Rolle, die du nicht beeinflussen und vielleicht auch noch nicht realistisch einschätzen kannst: Ob du beispielsweise abbezahltes Wohneigentum haben wirst, wie hoch die Kosten für Strom & Co sein werden oder welchen Wert die Inflation im Laufe der Zeit erreichen wird. Wenn es um die Altersvorsorge geht, solltest du daher lieber zu pessimistisch planen als zu optimistisch – denn besser hast du im Alter zu viel Geld zur Verfügung als zu wenig.

Ein gewisser Pessimismus ist außerdem angebracht, weil diese Problematik in Zukunft weiter zunehmen wird. Das ergibt sich schlichtweg aus dem demografischen Wandel, denn die deutsche Gesellschaft wird im Durchschnitt immer älter. Dadurch müssen zukünftig weniger jüngere Leute die Rente von einer zunehmenden Anzahl an älteren Personen bezahlen. Versorgungsengpässe sind bei der gesetzlichen Rente in Zukunft also nicht auszuschließen und damit könnte die gesetzliche Rente in ihrer Höhe weiter sinken.

Doch all das ist kein Grund zur Sorge, wenn du eben frühzeitig auch private Vorkehrungen triffst, um dich im Alter finanziell abzusichern und die Rentenlücke zu schließen. In Deutschland ist daher die Sprache von den drei Säulen der Altersvorsorge:

  1. Öffentlich-rechtliche Pflichtsysteme. Hierbei handelt es sich um die gesetzliche Rentenversicherung, in die viele Menschen verpflichtend einzahlen müssen – und einige freiwillig einzahlen können. Inbegriffen sind je nach Berufsstand zudem die Beamtenversorgung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die berufsständische Versorgung. Diese erste Säule übernimmt die sogenannte Regelsicherungsfunktion, während die beiden anderen Säulen eine ergänzende Funktion innehaben.
  2. Betriebliche Altersvorsorge. Einigen Arbeitnehmern steht die Möglichkeit zur Verfügung, eine zusätzliche Altersvorsorge über ihren Arbeitgeber in Anspruch zu nehmen. Dabei sind verschiedene Modelle denkbar: Pensionskasse, Pensionsfonds, Direktversicherung, Unterstützungskasse oder Direktzusage. So sind zwar ArbeitgeberInnen verpflichtet, den Angestellten eine Form der betrieblichen Altersversorgung durch Entgeltumwandlung anzubieten. Wie diese aussieht und ob diese für dich sinnvoll ist, hängt jedoch vom Einzelfall ab.
  3. Private Vorsorge. Zuletzt steht es jedem offen, eine private Vorsorge zu treffen. Einige Varianten wie eine private Rentenversicherung können dabei von allen Menschen genutzt werden, andere sind speziellen Gruppen wie Angestellten vorbehalten. Klassische Modelle sind zum Beispiel die Basisrente, Riester-Verträge oder eben eine private Rentenversicherung.

In Deutschland genießt also nicht jeder eine Regelsicherung durch öffentlich-rechtliche Pflichtsysteme – und selbst wenn, so ist diese Grundsicherung in vielen Fällen nicht ausreichend, um einer Altersarmut zu entgehen. Auch die zweite Säule der betrieblichen Altersvorsorge steht nicht allen Menschen zur Verfügung, beispielsweise können Selbständige diese nicht nutzen, da sie keinen Arbeitgeber haben. Es kann also passieren, dass einzelne Personen durch das System nicht ausreichend abgesichert und auf die dritte Säule angewiesen sind. Ebenso lohnt es sich für jeden, der vielleicht die erste und zweite Säule nutzt, trotzdem auch auf die dritte Säule zu setzen. Wieso?

Wie bereits erwähnt, wird die Rentenlücke durch den demografischen Wandel in Zukunft weiter zunehmen, denn es ist zu erwarten, dass die Renten langsamer steigen als die Löhne und eine eventuelle Inflation. Gleichzeitig wird der steuerpflichtige Anteil bis zum Jahr 2040 schrittweise angehoben, sprich von der ausbezahlten Rente steht dir zukünftig weniger zur Verfügung. Jeder Mensch sollte daher eine sinnvolle Kombination aus den drei Säulen nutzen, um für seinen individuellen Fall eine optimale Absicherung zu erhalten. Je früher das geschieht, desto besser stehen deine Chancen, deine Rentenlücke zu schließen und im Alter finanziell sorgenfrei zu sein – denn dann kannst du Effekte wie den Zinseszins noch optimal ausnutzen. Für dich sollte die Frage daher nicht lauten, ob du eine private Altersvorsorge brauchst, sondern wie du diese am besten gestaltest.

EXTRA: Aktien als betriebliche Altersvorsorge: Vor- und Nachteile

Tagesgeldkonto und Sparbuch vs. ETF-Sparplan und Aktien

Völlig unabhängig von deinem Alter solltest du dir darüber Gedanken machen, wie du dein Geld anlegen kannst, damit es sich vermehrt – sodass du in Zukunft keine Geldprobleme befürchten musst. Viele Menschen lassen ihr Geld nämlich einfach auf dem Girokonto liegen oder überweisen es auf ein Tagesgeldkonto beziehungsweise Sparbuch. Dieses Modell bietet durchaus Vorteile: Dein Geld ist vergleichsweise schnell verfügbar, falls du es benötigst. Bei einigen Konten erhältst du zudem Zinsen; in den aktuellen Niedrigzinszeiten sind diese aber zu gering für einen nennenswerten Zinseszinseffekt. Solange die Zinsen also nicht wieder steigen, solltest du auf dem Tagesgeldkonto sowie Sparbuch nur jenes Geld parken, das du für Notfälle brauchst. Du kannst solche Modelle zudem nutzen, um beispielsweise Eigenkapital für einen Immobilienkauf anzusparen. Für eine langfristige Geldanlage eignen sie sich jedoch (momentan) nicht.

Solange der Niedrigzins andauert, brauchst du also andere Möglichkeiten, um dein Geld anzulegen. Es muss nämlich mindestens so viele Zinsen generieren, dass die Inflation ausgeglichen wird und es nicht an Wert verliert. Noch besser wäre natürlich ein Plus, damit dein Geld sozusagen passiv für dich arbeitet und sich vermehrt, ohne dass du einen aktiven Beitrag leisten musst. Mit diesem Geld kannst du später deine Rente aufstocken.

Besonders gut geeignet sind dafür derzeit ETF-Sparpläne und Aktien. Sie ermöglichen es, einen höheren Zins zu erwirtschaften als auf klassischen Bankkonten. Jedoch bringen sie auch ein höheres Risiko mit sich, denn wo Kurse steigen können, können sie auch fallen. Experten raten daher, wenn es um diese Form der Geldanlage geht:

  • Leg nur Geld in Aktien oder ETFs an, auf das du notfalls verzichten könntest.
  • Streu das Risiko so breit wie möglich.
  • Informiere dich vorab gründlich über die Wertpapiere.
  • Investiere langfristig, am besten für mindestens zehn Jahre.
  • Unternimm keine Panikverkäufe bei Kursverlusten, sondern sitz diese aus.
  • Zieh sichere den spekulativen Wertpapieren vor.
  • Investiere so früh wie möglich, gegebenenfalls schon mit kleinen Summen.

Falls du dich für die Geldanlage in Einzelaktien entscheidest, solltest du Know-how mitbringen und eine gründliche Recherche vornehmen, um die richtigen Wertpapiere auszuwählen. Zudem musst du ein solches Portfolio stetig verwalten, um höhere Kursverluste zu verhindern. Da du insgesamt in weniger Positionen investierst, gilt dieser Weg dennoch als riskanter.

Als private Altersvorsorge werden daher ETFs empfohlen, also börsengehandelte Indexfonds, die meist hunderte von Unternehmen abbilden. Dadurch ist das Risiko breit gestreut und ein Totalverlust ist unwahrscheinlich – natürlich aber niemals ausgeschlossen. Wenn du in passive ETFs investierst, musst du nur einmal die entsprechenden Anteile kaufen und kannst dich dann für mehrere Jahrzehnte zurücklehnen.

Falls du dich alleine noch nicht an das Thema herantraust, kannst du auch einen Spezialisten beauftragen, der aktiv für dich in entsprechende Fonds investierst, was jedoch höhere laufende Kosten bedeutet.

So oder so lohnt es sich, dich mit dieser Form der Geldanlage auseinanderzusetzen. Denn über einen Sparplan kannst du so schon mit kleinen Summen, beispielsweise mit 50 Euro pro Monat, auf lange Sicht ein beachtliches Vermögen aufbauen – erneut aufgrund der sich summierenden Zinsen.

Am besten ist also eine Mischung aus sicheren und kurzfristig verfügbaren Geldanlagen wie Tagesgeldkonten, die jedoch keine oder kaum Zinsen bringen, mit langfristigen Geldanlagen, aber höherem Risiko, die jedoch auch höhere Zinserträge ermöglichen. Sollten hingegen die Zinsen auf Bankkonten & Co wieder steigen, kann es sich lohnen, dein individuelles Anlagekonzept zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen. Altersvorsorge ist demnach kein einmaliges Thema, sondern ein lebenslanger Prozess.

EXTRA: ETFs als Altersvorsorge? Das sollten Anleger wissen

Private Versicherungen: klassisch vs. fondsgebunden

Die breite Risikostreuung wird dir als Begriff noch häufig begegnen, wenn du dich mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzt – denn sie ist das A und O. Deshalb ist es sinnvoll, neben Maßnahmen wie Sparbüchern, ETF-Sparplänen & Co auch eine private Versicherung in Erwägung zu ziehen. Sie stockt die gesetzliche Rentenversicherung auf oder ersetzt diese, falls du nicht in der Pflichtversicherung bist. Ebenso galten Lebensversicherungen lange Zeit als hervorragende Altersvorsorge. Aufgrund der niedrigen Zinsen ist dort aber auch der Garantiezins mittlerweile sehr gering, weshalb diese nur noch selten empfohlen werden. Sowohl bei Renten- als auch bei Lebensversicherungen wird zwischen zwei Arten unterschieden: klassischen und fondsgebundenen Policen.

  • Bei einer klassischen Versicherung wird dir von Beginn an eine gewisse Mindestsumme garantiert, die dir später entweder einmalig oder als Rente ausbezahlt wird. Aufgrund der aktuell so niedrigen Zinsen sind sie jedoch auch bei klassischen Renten- oder Lebensversicherungen derzeit eher gering, sodass sich diese Form der Anlage trotz ihrer langen Laufzeit nur selten lohnt. Häufig übersteigen die Kosten für Provisionen, Bearbeitungsgebühren & Co nämlich die erwirtschafteten Erträge, sprich dein Geld wird sogar eher weniger als mehr.
  • Aus diesem Grund haben fondsbezogene Versicherungen in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Hierbei wird dein Geld in Fonds angelegt und das angesparte Kapital sowie die Zinserträge werden dir nach Ende der Laufzeit ebenfalls einmalig oder in Raten ausbezahlt. Durch die Investition in Fonds erwirtschaften fondsgebundene Rentenversicherungen meist deutlich höhere Erträge als klassische Policen, sodass sie die Kosten übersteigen und du ein Plus generierst. Eine Garantie gibt es jedoch, ebenso wie bei Investitionen direkt auf dem Aktienmarkt, nicht.
  • Es hat sich daher noch eine weitere Form von Rentenversicherungen entwickelt: die sogenannte „neue Klassik“. Sie soll eine optimale Mischung aus Rendite und Garantien bieten. So können die Produkte perfekt an den eigenen Bedarf angepasst werden, sprich du solltest in dem großen Angebot sorgfältig auswählen.

Du musst in jedem Fall verschiedene Faktoren berücksichtigen, beispielsweise dein Alter, deine Risikofreude oder die Auswahl der richtigen Fonds, um optimal von den fondsbezogenen Rentenversicherungen oder ihren Mischformen zu profitieren. Besonders gut geeignet sind fondsgebundene Rentenversicherungen, wenn du in jungen Jahren anfängst und noch eine lange Laufzeit vereinbaren kannst. Dadurch kommt der Zinseszinseffekt maximal zum Tragen und du minimierst das Risiko. Wichtig ist aber auch hier, dass du nur einen Teil deines Vermögens investierst, auf den du notfalls verzichten könntest. Viele Versicherungen lassen sich zum Glück bereits mit kleinen Einzahlungen abschließen, beispielsweise ab 25 Euro pro Monat.

Weitere moderne Vorsorgemaßnahmen

Suchst du hingegen eine sichere Geldanlage oder hast nicht mehr ausreichend Zeit bis zum Renteneintritt, um risikoarm in ETFs, Fonds & Co investieren zu können, solltest du dich nach Alternativen umsehen. Es gibt schließlich noch weitere Vorsorgemaßnahmen, die im Einzelfall interessant sein können. Dazu gehören zum Beispiel Immobilien, denn das sogenannte „Betongold“ bietet einen hohen Schutz vor Inflation und mindert zugleich deine Lebenshaltungskosten im Alter, wenn du keine Miete bezahlen musst. Immobilien können zudem eine zusätzliche Einnahmequelle neben der Rente sein, beispielsweise bei der Vermietung, sei es dauerhaft oder als Ferienwohnung.

Wenn du über das Know-how und die finanziellen Mittel verfügst, kannst du Immobilien auch rein zu Renditezwecken erwerben und zu einem geeigneten Zeitpunkt mit Gewinn verkaufen. Da die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind, steckt aber auch darin ein gewisses Risiko, denn niemand kann die Wertentwicklung von Immobilien in den nächsten Jahren vorhersagen. Auch Verluste sind daher möglich. Zudem ist es wichtig, eventuelle Kredite noch vor dem Renteneintritt abzubezahlen, damit du im Alter nicht zusätzlich belastet wirst, weil du noch deine Schulden tilgen musst. Immobilien sind daher zwar eine gute Ergänzung für deine Altersvorsorge, aber nicht für jeden möglich. Zudem sollte auch diese Form der Geldanlage durch andere Varianten ergänzt werden – erneut, um das Risiko zu streuen.

Einige Menschen investieren in Edelmetalle, in Uhren, in Whiskey, in Oldtimer oder andere, mehr oder weniger exotische, Anlagemöglichkeiten. Sie alle bringen individuelle Vor- und Nachteile mit sich, eignen sich aber nur, wenn du das notwendige Know-how mitbringst. Auch solche Anlageformen können eine sinnvolle Ergänzung zu den anderen drei Säulen sein, wenn du noch Vermögen übrig hast und dieses beispielsweise vor der Inflation schützen möchtest – oder indem du durch den gezielten An- sowie Verkauf damit Gewinne erwirtschaftest. Alleine sind sie aber sicherlich nicht ausreichend für eine verlässliche Altersvorsorge.

EXTRA: Immobilien als Geldanlage: Tipps für private Anleger

Staatlich geförderte Rente

Suchst du also stattdessen nach einer eher sicheren Anlagemöglichkeit für einen Teil deines Vermögens, kannst du auch eine staatlich geförderte Rente nutzen. Im Vordergrund stehen dabei die Modelle der Riester-Rente sowie Rürup-Rente:

  1. Die Riester-Rente wurde ins Leben gerufen, um allen Personen, die vom Rückgang der Renten betroffen sind, eine Möglichkeit der zusätzlichen Absicherung zu bieten. Riestern kann somit fast jeder, mit wenigen Ausnahmen wie nicht-rentenversicherungspflichtigen Selbständigen, geringfügig Beschäftigten ohne Versicherungspflicht oder Studenten. Riester-Verträge weisen die Besonderheit auf, dass der Staat sie mit einer jährlichen Grundzulage bezuschusst, wenn du genügend Geld einzahlst. Auch eine Kinderzulage wird gewährt. Weiterhin ergibt sich ein Steuervorteil, der vor allem bei Geringverdienern zum Tragen kommt. Für sie lohnt sich die Riester-Rente daher in den meisten Fällen als (zusätzliche) dritte Säule. Aber auch viele andere Personen können von Riester-Verträgen profitieren, beispielsweise Familien mit Kindern oder Arbeitnehmer mit einem Einkommen über 40.000 Euro. Du musst aber je nach Einzelfall einen passenden Vertrag auswählen, um die Vorteile auszuschöpfen, denn das Angebot umfasst mittlerweile verschiedene Riester-Arten: Wohn-Riester, Riester-Bausparvertrag, Riester-Banksparplan, Riester-Rentenversicherung, Riester-Fondssparplan.
  2. Die Rürup-Rente wird auch Basisrente genannt und richtet sich vor allem an Selbständige ohne gesetzliche Absicherung. Zwar können auch andere Personen einen Rürup-Vertrag abschließen, jedoch profitieren Selbständige von den Steuervorteilen am meisten. Vor allem, wenn du als Selbständige oder Selbständiger nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung bist, sei es verpflichtend oder freiwillig, kann die Rürup-Rente eine gute Ergänzung für deine Altersvorsorge sein. Bestenfalls hast du noch eine lange Ansparphase bis zum Renteneintritt und einen möglichst hohen Verdienst.

Sowohl bei der Riester- als auch bei der Rürup-Rente lohnt sich also eine individuelle Beratung. Ein unabhängiger Experte kann deine individuellen Steuervorteile berechnen und das richtige Produkt für dich ermitteln. Vorsicht ist trotzdem angebracht, denn solche Verträge lohnen sich nicht in jedem Fall, weshalb andere Angebote der dritten Säule sinnvoller sein können.

Gravierende Fehler vermeiden

Es gibt also viel zu bedenken, wenn es um deine Altersvorsorge geht. Doch je früher du dich mit dieser komplexen Thematik auseinandersetzt, desto besser. Dann wirst du schließlich sorgenfreier in die Zukunft blicken und im Alter finanziell gut aufgestellt sein. Vielleicht profitierst du sogar schon vor deinem Renteneintritt von mehr Wohlstand, sodass du deine Arbeitszeit reduzieren oder dir Wünsche wie einen Immobilienkauf erfüllen kannst. Deine Finanzen dem Zufall zu überlassen, ist hingegen einer der größten Fehler, den du bei deiner Altersvorsorge machen kannst. Weitere klassische Fehler sind:

  • Du unterschätzt deine Rentenlücke.
  • Du kümmerst dich zu spät um die Altersvorsorge.
  • Du hast kein Durchhaltevermögen bei langfristigen Geldanlagen.
  • Du ziehst Renditemaximierung der Sicherheit vor.
  • Du achtest nicht auf die Kosten der Verträge & Co.
  • Du fällst auf falsche Versprechungen herein.

Zudem darf auch an dieser Stelle das Risiko nicht unerwähnt bleiben, sprich ein großer Fehler besteht darin, alles auf eine (private) Altersvorsorge setzen. Wenn du hingegen eine sinnvolle Auswahl aus den vorgestellten Möglichkeiten triffst und die genannten Fehler vermeidest, genießt du beste Voraussetzungen für ein sorgenfreies Leben im Alter, zumindest in finanzieller Hinsicht. Trotzdem gilt es, dich auf deinen Entscheidungen nicht auszuruhen, sondern diese immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls zu anzupassen, wenn sich wichtige Änderungen wie die derzeit steigende Inflationsrate oder eine Anhebung des Leitzinses ergeben. Dann kann nämlich eine andere Kombination oder Gewichtung für deine Altersvorsorge die bessere Wahl werden. Am Ball bleiben, lautet also dein Motto, dann wird dein Geld für dich arbeiten und sich sozusagen von selbst vermehren.

Stefanie Walter ist als Beraterin für diverse Unternehmen in den Bereichen Finanz, Management und Marketing tätig. Ihr Fachwissen teilt sie gerne mit kleinen und mittelständischen Betrieben.

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