5 Tipps für die Beantragung von Fördermitteln in der Coronazeit

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10 Denkansätze, die dir in einer Krise helfen
© Maksim Šmeljov  – stock.adobe.com

Das letzte Jahr war, gelinde gesagt, turbulent. Auf der einen Seite wurde das Privatleben sehr entschleunigt. Durch den Lockdown waren viele Menschen mehr zu Hause, weniger unterwegs und haben weniger konsumiert. Auf der anderen Seite war Corona damit, im wahrsten Sinne des Wortes, ein wirtschaftlicher Meteoriteneinschlag. Viele Unternehmen und junge Start-ups sind dabei unter die Räder gekommen. Dabei hatten sie grandiose Ideen oder waren vor Corona am Markt gut platzierte Unternehmen. Fünf Tipps für die Beantragung von Fördermitteln, die dir dabei helfen die Coronazeit mit deinem Unternehmen unbeschadet zu überstehen, findest du hier.

1. Verschaffe dir Übersicht

Du solltest immer eine gute Übersicht über deine Unterlagen und Dokumente haben. Generell solltest du diese an einem zentralen Punkt ablegen. Zum einen hast du dann direkt alle Unterlagen zur Hand, wenn du einen Förderantrag stellst und zum anderen wird es dir leichter fallen, die Vollständigkeit der Unterlagen zu gewährleisten. So sparst du dir wertvolle Zeit. Sobald du einen Antrag einreichen willst, musst du nicht mehr in verschiedenen Ordnern alles zusammensuchen und vergisst bei der Suche vielleicht dieses eine entscheidende Argument, sondern bist direkt startbereit. Wenn der Sachbearbeiter Unterlagen nachfordern muss, verzögert das nur unnötig die Bearbeitung deines Antrages und du musst unnötig länger warten. Du solltest dabei auch gleich ein digitales Backup deiner Unterlagen anlegen, denn oft kannst du diese auch als digitale Kopie einreichen.

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2. Hab eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung zur Hand

Kennst du die aktuellen Zahlen? Kannst du wirklich behaupten, dass du jede einzelne Kennzahl im Kopf hast und direkt abrufen kannst? Auch wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst, ist dies nur die halbe Miete. Denn für einen Antrag musst du diese Zahlen zu Papier bringen. Wenn du sie aber schon schriftlich festgehalten hast, musst du diese, sofern sie aktuell sind, nur noch dem Antrag beifügen und es kann direkt losgehen. Wenn du PartnerInnen, BuchhalterInnen oder InvestorInnen hast, brauchen diese auch Zugang zu deinen Kennzahlen. Stell dir einmal den Aufwand vor, wenn du diese jedes Mal neu aufschreiben müsstest. Aus diesen Gründen solltest du immer eine aktuelle Version deiner betriebswirtschaftlichen Auswertung vorliegen haben.

3. Plane im Voraus

Wenn du ein neues Projekt angehst, solltest du sicherstellen, dass du deine Planung schon weit genug im Voraus schriftlich festhältst. So kannst du schon, bevor das Projekt eigentlich losgeht, Schwächen feststellen und potenzielle Probleme erkennen. Sicher, durch eine Planung lassen sich nicht alle Probleme verhindern und eine Planung lässt sich nicht zu hundert Prozent so umsetzen wie man sie festgelegt hat, aber je besser ein Projekt geplant wurde, desto mehr Schwierigkeiten kannst du vermeiden. Weiterhin ist es auf jeden Fall ratsam, einen Fördermittelberater in die Planung mit einzubeziehen. Dieser kann sicherstellen, das dein Projekt auch alle vorgegebenen Kriterien erfüllt. Das bewahrt dich vor bösen Überraschungen und verhindert unschöne Verzögerungen bei der Beantragung der Förderung.

4. Beantrage einen Bescheinigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn

Du musst die Förderung beantragen, bevor du mit dem Projekt beginnst. Anschließend musst du mit dem Projektstart warten, bis dir die Förderung bewilligt wurde. Die Förderstellen und Behörden wollen auf diese Weise sicherstellen, dass Fördergelder wirklich nur für die Projekte verwendet werden, für die sie beantragt wurden. Allerdings kannst du die Wartezeit enorm verkürzen, wenn du eine schriftliche Bescheinigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragest. Sobald diese erteilt wurde, kannst du mit deinem Projekt loslegen. Außerdem erhält dein Antrag eine höhere Priorität, durch die du die Erteilung der Förderungsgelder beschleunigen kannst. Zusätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit für die Erteilung deiner Förderung. Denn auch diese vorherige Bescheinigung bekommst du nur, wenn man die Erteilung der Förderung als wahrscheinlich erachtet. Das gibt dir zusätzliche Sicherheit.

5. Engagiere einen Berater

Wenn du schon einmal eine Förderung beantragt hast, weißt du dass das eine wahre Odyssee sein kann. Du kannst dir aber viel Zeit, Nerven und auch Geld sparen, wenn du dir einen Fördermittelberater an die Seite holst. Diese haben beruflich und ausschließlich mit dieser Thematik zu tun und besitzen deswegen einen wesentlich umfassenderen Überblick als du. Dieser kann dich auf mehrere Arten und Weisen unterstützen. Zum einen kann er dir Tipps und Einsichten geben, die du alleine so vielleicht nicht gewonnen hättest. So kannst du dein Projekt zusätzlich beschleunigen. Zum anderen hilft er dir Fehler zu vermeiden, welche dich am Ende vielleicht die ganze Förderung kosten könnten.

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Fazit

Die Beantragung von Fördermitteln kann eine zeitaufwendige und nervenaufreibende Aufgabe sein. Besonders bei größeren Projekten kann es Tage und Wochen dauern, um alle Unterlagen fertig zu stellen und einzureichen. Dabei kannst du dich von einem Fördermittelberater unterstützen lassen. Dieser kann dir schon früh Probleme aufzeigen und kennt den einen oder anderen Trick, um die Bearbeitung deiner Unterlagen noch einmal zu beschleunigen. Wichtig ist auch, dass du deine Unterlagen an einem Ort sammelst, damit du alle wichtigen Papiere immer direkt zur Hand hast. Eine weitere Hilfe ist es, wenn du immer eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung parat hast. Plane dein Projekt auch mindestens sechs Monate vor dem Starttermin schriftlich durch. Mit diesen Tipps steht deiner Förderung nichts mehr im Weg.

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