Digitale Transformation: 4 Ansatzpunkte für Unternehmen

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Digitale Transformation: 4 Ansatzpunkte für Unternehmen
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Unabhängig davon, ob dein Unternehmen während Covid-19 pausiert, wiedereröffnet oder einen schrittweisen Ansatz verfolgt, eine digitale Strategie ist entscheidender denn je. Hier findest du Tipps, wie kleine und große Unternehmen gleichermaßen digitale Medien nutzen können, um Mitarbeiter/innen an entfernten Standorten zu mobilisieren, die Kundenbeziehungen zu stärken und letztlich den Umsatz zu steigern.

1. Ermögliche & fördere Homeoffice

Die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, ist für die Schaffung eines modernen und agilen Arbeitsplatzes von grundlegender Bedeutung – und inmitten der Covid-19-Krise war Homeoffice für die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen noch nie so wichtig wie heute.

Eine der wichtigsten Lehren, die Unternehmen aus der Covid-19-Quarantäne ziehen können, ist die, dass die Mitarbeiter/innen von zuhause aus produktiv sein können und nicht auf „Face-Time“ der alten Schule angewiesen sind, um sich weiterzuentwickeln. Jüngsten Untersuchungen von Airtasker zufolge arbeiten Angestellte remote 1,4 Tage mehr pro Monat als ihre Kolleginnen und Kollegen im Büro. Darüber hinaus hatten die Homeoffice-Mitarbeiter/innen weniger unproduktive Zeit als diejenigen im Büro (27 Minuten gegenüber 37 Minuten).

Es ist daher keine Überraschung, dass Facebook kürzlich angekündigt hat, bis 2030 die Hälfte seines Personals auf Remote-Arbeit umzustellen. Andere Großkonzerne könnten und sollten dies ebenfalls als Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung, aber auch zur Gewinnung von Spitzentalenten begrüßen.

EXTRA: 5 Tipps, wie du im Homeoffice sicher arbeitest [+Checkliste]

2. Baue Mitarbeiter-Communities auf

Selbst in einer dezentralen Arbeitswelt brauchen die Menschen ein Gefühl von Büro-Kameradschaft. Chris Bailey, Produktivitätsberater und Autor, erklärt:

„People are what give us the motivation – more than any other factor, more than a cup of coffee.“

Es gibt zwei Arten von digitalen Gemeinschaften, die Arbeitgeber einrichten sollten:

  • „Gathering Place“: Stell dir dies als den virtuellen Wasserspender vor. Es sollte eine informelle Plattform sein – eine lockere Plattform, ein Intranet-Gemeinschaftsforum oder eine Chat-Funktion, die zu zwanglosen, aber angemessenen Gesprächen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anregt. Zusätzlich zu diesen Gruppengesprächen schlägt Bailey vor, dass Manager „Gathering Places“ für ihre Teams schaffen, indem sie Zoom-Kaffee zum Wochenbeginn und Zoom-Cocktails zum Ende der Woche veranstalten.
  • „Structured Conversations“: Hierbei handelt es sich um Anrufe, Zoom-Meetings und E-Mails, bei denen die Mitarbeiter/innen aufgabenorientiert bleiben und die Projekte direkt angehen können.

Ein zusätzlicher Vorteil dieser digitalen Gemeinschaften? Sie können dazu beitragen, die globale Zusammenarbeit zu stärken und regionale Vorurteile auszuräumen: zum Beispiel Mitarbeiter/innen im Homeoffice oder in Remote-Büros, die sich früher vielleicht als zweitrangig gegenüber denen in der Zentrale gefühlt haben.

3. Personalisiere deine Kommunikation

Führungskräfte sind für die Schaffung eines Gefühls der digitalen Gemeinschaft sowohl für Mitarbeiter/innen als auch für Kunden unerlässlich. Da es keine persönlichen Treffen gibt, sollten Führungskräfte personalisierte Botschaften austauschen. Bei diesen Botschaften kann es sich um E-Mails, Audiogramme, Podcasts, Videoclips, Live-Videos oder Social-Media-Posts handeln.

Damit ist nicht eine tägliche oder gar wöchentliche E-Mail von CEOs an alle Kunden gemeint. Jede E-Mail-Kommunikation, die häufiger als monatlich erfolgt, sollte auf bestimmte Kunden zugeschnitten sein. Während ein gelegentliches Update von Führungskräften beruhigend wirken kann, wird ein E-Mail-Spam eher kontraproduktiv sein. Für regelmäßige Kommunikation sind soziale Medien das effektivste Medium. Und ganz wichtig:

User folgen lieber einer Führungskraft, einem Menschen, als einer leblosen Marke.

4. Zeige dich in Live-Videos

Während viele Marketer der Meinung sind, dass Unternehmens-Live-Videos mit Facebook Live im Jahr 2016 ihren Höhepunkt erreicht haben, ist der Wert eines Echtzeit-Streams angesichts der derzeit reduzierten Face-to-Face-Interaktionen sowohl für die interne als auch für die externe Kommunikation nicht zu unterschätzen.

Live-Videos sind zudem ein wesentlich vielseitigeres und authentischeres Medium als E-Mail, Audio oder sogar Video-on-Demand. Ein weiterer Vorteil von Live-Videos? Echtzeit-Feedback! Die Zahlen sind deutlich:

Laut ZoomInfo erhalten Live-Videos 10x mehr Kommentare als Video-on-Demand, und die Zuschauer sehen Live-Videos in der Regel 8x länger als Video-on-Demand.


Dieser Artikel wurde von Katy Finneran auf Englisch verfasst und am 28.05.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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