Gesund & produktiv im Homeoffice: 5 Tipps

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Gesund & produktiv im Homeoffice: 5 Tipps
© Jürgen Fälchle – stock.adobe.com

Das Arbeiten von zuhause hat Vorteile, vor allem dann, wenn es gut durchdacht ist. Dazu gehört neben technischer Ausstattung auch, dass du dein Homeoffice nicht aus einem Küchenstuhl und dem Tisch im Esszimmer „zauberst“. Mit fünf einfachen Anregungen findest du deinen Weg zum produktiven und gesunden Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden.

1. Die Couch ist kein (dauerhafter) Arbeitsplatz

Optimalerweise richtest du dein Home-Office in einem separaten Raum ein. So kannst du ungestört arbeiten und auch nach Feierabend ganz gezielt abschalten. Selbst wenn das nicht möglich ist: Verzichte auf Couch, Couchtisch oder den zu niedrigen Küchentisch. Die damit verbundene in sich gebeugte Körperhaltung quetscht Brust- und Bauchraum, von der Krümmung der Wirbelsäule ganz zu schweigen.

2. Wie man sitzt, so arbeitet man

Die Büroeinrichtung steht und fällt mit dem passenden Schreibtischstuhl. Neben der unbedingt notwendigen Sitzhöhenverstellung kommen weitere Ausstattungsgimmicks der Ergonomie dem Wohlbefinden zugute: Eine verstellbare Sitztiefe hilft, den Druck deiner Oberschenkel gleichmäßig zu verteilen, Armlehnen entlasten Schultern und Nacken. Die Rückenlehne ist dann lang genug, wenn sie den Schulterbereich mitstützt – eine verstellbare Ausformung im Lendenbereich nimmt im Idealfall die natürliche Form der Wirbelsäule auf. Willst du noch mehr? Mit einer Synchronmechanik sorgst du für Abwechslung im Sitzen: Sie ermöglicht eine nach hinten gelehnte, entspannte Haltung für Telefonate und Co. Eine einstellbare Nackenstütze entlastet zusätzlich.

Die optimale Sitzhöhe erreichst du, wenn deine Hüftgelenke höher als die Kniegelenke sind und deine Oberschenkel nach vorne abfallen – eine einstellbare Sitzneigung des Bürostuhls hilft dabei.

Ergonomie- und Leistungsplus: Ein Bürostuhl mit schwingbarem Sitzwerk (Bioswing), spricht auf minimale Impulse (bspw. Schwerpunktverlagerung, Atmen, Herzschlag) an, steigert so Sitzdynamik und kognitive Leistungsfähigkeit.

3. Der Tisch muss (zum Stuhl) passen

  • Punkt 1: Ein Schreibtisch kann fast nie genügend Platz haben.
  • Punkt 2: Die Höhe muss auf deine Körpergröße abgestimmt sein.

Ein individuell höhenverstellbarer Tisch ermöglicht eine optimale Körperhaltung in Verbindung mit der vorab eingestellten, korrekten Sitzhöhe. Besonders flexibel bleibst du mit einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch: Sitzend oder stehend passt sich dieser stets an deine Körpergröße, -haltung und Arbeitsweise an.

Die ideale Tischhöhe: Lege die Unterarme bei aufrechter Körperhaltung auf die Tischplatte. Bilden Oberarm und Unterarm einen 90-Grad-Winkel, hast du alles richtig gemacht.

EXTRA: 5 Tipps, wie du im Homeoffice sicher arbeitest [+Checkliste]

4. Hände und Augen stets „im Blick“

Wer am PC arbeitet, arbeitet mit Händen und Augen: Maus, Tastatur und Bildschirm. Während viele den Bildschirm passend (Oberkante des Bildschirms maximal auf Höhe der Augen) ausrichten, schenken wir den Eingabegeräten Tastatur und Maus oftmals zu wenig Beachtung. Es empfiehlt sich auch für Arbeiten am Tablet oder Notebook eine separate Tastatur: Der Arbeitsbildschirm kann so korrekt positioniert werden – Hand, Handgelenk und Unterarm nehmen fast automatische eine erschöpfungsärmere Position ein.

Vertikalmäuse unterstützen darüber hinaus eine entspanntere Haltung: Das „Verdrehen“ des Unterarms bleibt aus, Schultergürtel und Oberkörper werden entlastet. Alternativ kannst du auch das Arbeiten mit einer Rollermaus testen.

5. In Bewegung bleiben

Bewegung, Bewegung, Bewegung: Das hält dich, deinen Körper und deinen Geist in Schwung. Plane am besten Bewegungsrituale und -pausen fest in deinen Arbeitsalltag ein (egal ob im Homeoffice oder im Büro). Auch „Kleinvieh“ macht Mist: Aufstehen, drei Meter zum Drucker und zurück oder drei Schritte zum Papierkorb in der anderen Ecke.

Pro-Tipp Bewegung: Telefoniere im Stehen oder besser noch im Gehen. Das fördert nicht nur deine Bewegung, sondern du wirkst auch im Gespräch deutlich dynamischer und aufgeweckter.

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Eduard Haider
Eduard Haider forscht und entwickelt seit über 30 Jahren in Kooperation mit Medizinern und Physiotherapeuten in den Bereichen gesunde Sitzlösungen und sensomotorische Therapiegeräte. Neben der Erfindung des ersten Schwingstabs für das Rückentraining gilt er auch als Pionier des bewegten Sitzens. Seine Haider Bioswing GmbH zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Herstellern von Gesundheitssitz- und Therapiesystemen in Europa.

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