In vielen Büroküchen herrscht ein reges Kommen und Gehen – und leider bleibt die Sauberkeit dabei oft auf der Strecke. Wo viele Menschen zusammenkommen und Lebensmittel lagern, fühlen sich Keime und Bakterien besonders wohl. Eine mangelnde Küchenhygiene im Büro ist jedoch nicht nur unschön, sondern kann auch schnell zu Magen-Darm-Problemen im gesamten Team führen.

Mit diesen acht einfachen Regeln sorgt ihr im Team ganz leicht für ein sauberes und gesundes Umfeld in der Gemeinschaftsküche.

1. Das Fundament: Gründliches Händewaschen

Es klingt selbstverständlich, wird im Alltag aber oft vergessen: Bevor man Lebensmittel, Geschirr oder Küchengeräte anfasst, sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Am besten geht das mit warmem Wasser und Seife für mindestens 30 Sekunden. Das einfache Abspülen ohne Seife reicht nicht aus, um unsichtbare Krankheitserreger, die man zuvor beispielsweise an der Computertastatur gesammelt hat, zu entfernen.

2. Klare Trennung bei den Küchentüchern

Ein häufiger Fehler im Büro: Das gleiche Tuch wird für das saubere Geschirr, die nassen Hände und das schnelle Abwischen der Arbeitsplatte genutzt. Auf diese Weise wandern Keime im Kreis. Jedes Tuch sollte nur eine feste Aufgabe haben:

  • Ein Geschirrtuch ausschließlich zum Abtrocknen von sauberem Geschirr.
  • Ein Handtuch nur für die Hände.
  • Küchenpapier oder ein separater Lappen für Arbeitsflächen.
  • Tipp: Kennzeichnet die Tücher farblich oder hängt ein kleines Schild auf, damit auch alle Kollegen Bescheid wissen.

3. Der Bürohund bleibt vor der Küchentür

Vierbeiner im Büro lockern die Stimmung auf, haben in der Küche jedoch nichts verloren. Zum einen betteln Tiere dort gerne nach Essen, zum anderen können sie Haare, Keime oder Parasiten übertragen. Das gilt besonders, wenn man den Hund zwischendurch streichelt und danach direkt das eigene Brot anfasst. Die Küche sollte deshalb für Haustiere grundsätzlich tabu sein.

4. Arbeitsflächen richtig säubern

Nach dem Kochen oder der Zubereitung des Frühstücks reicht ein flüchtiges Drüberwischen mit einem feuchten Tuch meist nicht aus. Wenn Lebensmittel direkt mit der Arbeitsplatte in Berührung kommen, sollte die Fläche gründlich gereinigt werden. Nutzt dafür warmes Wasser und etwas Spülmittel. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift bei klebrigen oder leicht verderblichen Resten zu biologisch abbaubarem Küchenpapier, das danach direkt entsorgt wird.

5. Putzschwämme und Lappen regelmäßig reinigen

Spülschwämme, Bürsten und Putzlappen sind durch die Feuchtigkeit wahre Magnete für Bakterien. Es reicht bei Weitem nicht aus, diese Utensilien nur einmal im Monat zu tauschen. Spüllappen und Schwämme sollten idealerweise alle zwei Tage gewechselt werden.

  • Der Umwelt zuliebe: Lappen müssen nicht weggeworfen werden. Man kann sie problemlos bei 60 Grad in die Waschmaschine oder in die Spülmaschine geben.
  • Der Mikrowellen-Trick: Ein feuchter Schwamm (Wichtig: Er darf kein Metall enthalten!) lässt sich in der Mikrowelle bei hoher Wattzahl kurz erhitzen. Durch den heißen Dampf werden die meisten Keime abgetötet.

6. Den Kühlschrank im Blick behalten

Der Gemeinschaftskühlschrank sollte mindestens einmal im Monat komplett ausgewischt werden – am besten mit warmem Spülwasser und einem frischen Tuch. Ein fester Putzplan, in den sich die Kollegen abwechselnd eintragen, verhindert, dass die Aufgabe liegenbleibt.

  • Lagerung: Offene oder angebrochene Lebensmittel sollten immer gut abgedeckt oder in Dosen verpackt werden. Gemüse gehört ins untere Fach, damit eventuelle Erdreste nicht auf die darunter liegenden Lebensmittel rieseln können.

7. Reste richtig heiß aufwärmen

Wer sich das Essen vom Vorabend mit ins Büro nimmt, nutzt zum Aufwärmen meist die Mikrowelle. Damit das Essen absolut sicher ist, sollte es beim Aufwärmen für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 Grad erreichen. Erst durch diese Hitze werden eventuell entstandene Keime zuverlässig abgetötet. Ein kurzes Lauwarm-Erhitzen reicht oft nicht aus.

8. Auch Nudeln und Reis gehören gekühlt

Dass Fleisch, Fisch und Milchprodukte in den Kühlschrank gehören, weiß jeder. Doch oft unterschätzt werden stärkehaltige Lebensmittel wie gekochte Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Auch auf ihnen können sich bei Raumtemperatur sehr schnell Bakterien vermehren. Bringt diese Reste also immer in einer dichten Box mit und stellt sie im Büro sofort in den Kühlschrank, bis ihr sie esst.

Fazit

Hygiene in der Büroküche ist Teamsache. Wenn sich alle an diese einfachen Grundregeln halten, bleibt die Küche ein sauberer Ort für die gemeinsame Pause, und das Risiko für Magenverstimmungen im Team sinkt gegen null.

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